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Bildung Neues Lehr- und Lernlabor für Mathematik in Leipzig eröffnet
Leipzig Bildung Neues Lehr- und Lernlabor für Mathematik in Leipzig eröffnet
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19:42 22.03.2016
Blick ins neue Leipziger Lehr-Lern-Labor für Mathematik.  Quelle: André Kempner
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LEIPZIG

Ein L versehen mit einer 4 als Exponenten: Diese Buchstaben-Zahlen-Kombination ist das Kürzel für das neue Leipziger Lehr-Lern-Labor, das am Dienstag in den Räumen des mathematisch-naturwissenschaftlichen Mitmach-Museums Inspirata seiner Bestimmung übergeben wurde. Binnen eines Jahres war es bereits die zweite große Erweiterung des Inspirata-Zentrums, das am Deutschen Platz seinen Sitz hat. Im März 2015 war dort bereits der Bereich „Mathemachen im Quadrat“ mit rund 20 Experimentierstationen eröffnet worden.

L4 war damals noch Zukunftsmusik, jetzt ist auf rund 100 Quadratmetern alles her- und eingerichtet. An der Wand hängt ein überdimensionaler Monitor als interaktive Tafel, der Raum ist einer der Wissensvermittlung auf abwechslungsreiche Art. Da werden Luftballons aufgeblasen, um anschließend Volumen- und Oberflächenberechnungen vorzunehmen, da wird ein Science-Fiction-Szenario aus der Star-Wars-Saga genutzt, um die Neugier für eine spezielle Aufgabe zur Speicherkapazität von Kondensatoren zu wecken. Und um Näherungsverfahren zur Integration forschend und entdeckend zu vermitteln, steht ein kleines Fass auf einem Tisch – daneben finden sich Erläuterungen zur Keplerschen Fassregel und ein Laptop zur Modellierung des Problems.

Fritz Jarausch, der an der Leipziger Uni Mathe und Chemie auf Lehramt im neunten Semester studiert, vertiefte sich am Dienstag in einige der Aufgabenstellungen und war vom L4 begeistert. „Hier wird auch viel für fachübergreifenden Unterricht vermittelt.“ Beim Rundgang durchs neue Revier wurde es eng: Auch Teilnehmer des derzeit in Leipzig tagenden Bundeskongresses des „Verein zur Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichtes“ waren dabei, als Silvia Schöneburg, die an der Uni die Professur für Mathe-Didaktik innehat, und Inspirata-Vizechefin Ines Petzschler zur Stippviste einluden.

Schöneburg verwies auf den Zugewinn für die Mathe-Lehramtsausbildung durch das L4. „Die Studenten und Referendare können hier viele praxisorientierte Erfahrungen sammeln – von der Unterrichtsplanung bis hin zum Umgang mit den Schülern.“ Petzschler, die 2008 zu den Inspirata-Gründern zählte, nannte weitere Nutzungsmöglichkeiten, zum Beispiel die Weiterbildung von Lehrern. „Wir wollen aber vor allem eines – Begeisterung für das Fach Mathematik wecken.“ Mit der Eröffnung des Lehr-Lern-Labors sei ein weiteres Etappenziel erreicht, meinte der Direktor des Mathe-Institutes der Uni, Professor Max von Renesse. „Es gibt aber schon weitere Ideen, insofern ist das heute auch wieder ein Tag des Aufbruchs.“

Vielleicht gebe es auf lange Sicht sogar einen „ganz neuen Rahmen“ für das Inspirata-Gesamtprojekt, merkte Professorin Beate Schücking an, die Uni-Rektorin. Bezogen war das offenbar auf ein attraktiveres Domizil als das jetzige in einem alten Plattenbau am Rande der alten Messe. Der im Rathaus für Wissenspolitik zuständige Professor Ulrich Brieler sicherte den Inspirata-Akteuren auch künftig die Unterstützung der Kommune zu: „Auf uns können sie zählen.“

Von Mario Beck

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