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Bildung P.A.R.T.Y. an der Uniklinik Leipzig: Schüler werden mit Folgen eines Unfalls konfrontiert
Leipzig Bildung P.A.R.T.Y. an der Uniklinik Leipzig: Schüler werden mit Folgen eines Unfalls konfrontiert
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21:07 02.05.2014
Wenn zu viel Alkohol im Spiel ist, kann das im Straßenverkehr tragisch enden. Den Auswirkungen eines Autounfalls durch Rauschmittelkonsum widmet sich das Universitätsklinikum Leipzig mit dem Projekt P.A.R.T.Y. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Leipzig

A.R.T.Y, das künftig regelmäßig angeboten wird. Die nächste Veranstaltung dafür findet am Mittwoch (7. Mai) statt.

Was nach viel Spaß klingt, hat einen ernsten Hintergrund: Das Programm will Jugendliche auf die Konsequenzen von Verkehrsunfällen aufmerksam machen und ihnen verdeutlichen, wie schwerwiegend die langfristigen Gesundheitsschäden sein können.

Gerade bei jungen Erwachsenen sind die Gründe für einen solchen Unfall oft die Gleichen: Überschätzung und Nachlässigkeit, Drogen und Alkohol führen zum Kontrollverlust über das Auto im Straßenverkehr. Um Schülern mögliche Folgen vor Augen zu führen, durchlaufen sie dafür am Uniklinikum einen Tag lang die gleichen Stationen wie ein Patient, der bei einem Unfall schwere Verletzungen erlitten hat.

Schüler sollen Konsequenzen von Unfällen veranschaulicht werden

Damit soll den Schülern ein Einblick in die tägliche Arbeit der Ärzte, Schwestern und Pfleger und damit auch in die tägliche Behandlung von Unfallopfern gewährt werden. Neben Intensivstation und Notaufnahme sind auch eine sogenannte Normalstation der Unfallchirurgie sowie die Physiotherapie und Rehabilitation beteiligt. „Unser Ziel ist es, die Jugendlichen für die Folgen zu sensibilisieren, die ein Verkehrsunfall haben kann“, sagt Christoph Josten, Geschäftsführender Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie. „Sie sollen sehen, dass ein Moment der Unachtsamkeit oder Alkohol am Steuer mit nachfolgendem Unfall dazu führen kann, dass sich das Leben möglicherweise total ändert, dass ein Patient monatelang im Krankenhaus behandelt wird und viele Dinge, wie das Bewegen des Arms nach einem Ellenbogenbruch, erst mühsam wieder trainieren muss.“

Mit von der Partie sind die Polizeidirektion Leipzig und das Deutsche Rote Kreuz, die bei dem Präventionsprogramm eng mit dem Universitätsklinikum zusammenarbeiten. Es bietet als erste Klinik in Sachsen das Projekt regelmäßig an.

P.A.R.T.Y. kommt aus Kanada

Die Idee stammt ursprünglich aus Kanada. Die Buchstaben von P.A.R.T.Y. stehen für den englischen Namen des Programms, der übersetzt „Prävention von alkohol- und risikobedingten Traumata bei Jugendlichen“ bedeutet. Eine Krankenschwester, die in den 1980er Jahren in der Notfallambulanz eines Krankenhauses arbeitete, wollte Schülern in Unfallkliniken zeigen, wie sich hier Menschen jeden Tag um viele Verkehrsopfer kümmern. Gerade junge Verkehrsteilnehmer sollten so sehen und aktiv miterleben, was es heißt, die Folgen eines schweren Unfalls zu verarbeiten.

In Deutschland hat das Projekt bereits an großer Zustimmung gewonnen. Eine erste Veranstaltung im März stieß bei Schülern einer 11. Klasse aus Bautzen auf großes Interesse. „Gerade für die, die wie wir kurz davor stehen, den Führerschein zu machen, ist es lohnenswert, sich mit den Folgen von Alkohol am Steuer auseinanderzusetzen“, so eine Schülerin.

Kostenfrei teilnehmen können Schulklassen und Jugendliche ab 15 Jahren, die als Gruppe vorab von Lehrer oder Schuldirektor auf der Homepage www.partyprogram.de angemeldet wurden.

Olivia Jasmin Czok

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