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Bildung Protest gegen Uni-Sparkurs in Leipzig: SPD will Stellen über Bafög-Millionen finanzieren
Leipzig Bildung Protest gegen Uni-Sparkurs in Leipzig: SPD will Stellen über Bafög-Millionen finanzieren
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16:44 24.06.2014
Die SPD will den Stellenabbau an sächsischen Hochschulen mit freiwerdenden Bafög-Geldern stoppen. Quelle: dpa
Leipzig

SPD-Abgeordnete fordern, die bis zum Jahr 2020 geplanten Kürzungen von 1042 Stellen an sächsischen Hochschulen rückgängig zu machen. Die Finanzierungslücke soll mit freiwerdenden Bafög-Geldern geschlossen werden.

„Wenn in der Bildungspolitik jetzt nicht endlich schnell umgesteuert wird, steht Sachsen in absehbarer Zeit als Verlierer da“, erklärt Martin Dulig, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion. Der von der schwarz-gelben Koalition beabsichtige Stellenabbau müsse umgehend gestoppt werden, sonst sei die Wettbewerbsfähigkeit des Landes bei Wissenschaft und Forschung gefährdet.

„Die von uns unterstützten Forderungen sind auch finanzierbar“, so SPD-Hochschulexperte Holger Mann. Gerade sei Sachsen durch das von der großen Koalition in Berlin beschlossene Bildungspaket dauerhaft um 63 Millionen Euro pro Jahr im Hochschulbereich entlastet wurden. „Außerdem erhält der Freistaat allein in diesem Jahr mehr als 94 Millionen Euro zusätzlich aus dem Bildungspakt von Bund und Ländern.“

Zudem will der Bund ab 2015 die Bafög-Kosten der Länder komplett übernehmen. 80 Millionen Euro stünden nach ersten Schätzungen dem Freistaat zusätzlich zur Verfügung – genug, um laut Holger Mann die zu streichenden Dozentenstellen zu finanzieren. Dafür ausgesprochen hatte sich auch Leipzig Uni-Rektorin und Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz Sachsen, Beate Schücking. „Eigentlich ist das an Sachsens Hochschulen dringend benötigte Geld nun da, um den Stellenabbau und seine verheerenden Folgen zu verhindern, aber es wird nicht wie gewünscht davon Gebrauch gemacht. Wir hoffen aber, dass sich noch etwas bewegen lässt“, sagte Schücking am vergangenen Donnerstag.

bw

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