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Bildung Protestaktion im Leipziger Uni-Rektorat: Pharmaziestudenten fordern Institutserhalt
Leipzig Bildung Protestaktion im Leipziger Uni-Rektorat: Pharmaziestudenten fordern Institutserhalt
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16:43 28.04.2016
Protestaktion von Studenten und Mitarbeitern des Pharmazie-Institutes der Leipziger Uni. Quelle: André Kempner
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LEIPZIG

Bei einer Protestaktion im Rektoratsgebäude haben am Donnerstag rund 200 Studenten und Mitarbeiter des Pharmazie-Institutes der Leipziger Alma mater von Uni-Chefin Beate Schücking klare Aussagen zur Zukunft der Apothekerausbildung gefordert. Der Fachschaftsrat warf der Uni-Leitung vor, an einem Kooperationsmodell für den Studiengang mit der Uni Halle zu arbeiten, ohne die Betroffenen einzubeziehen. Es fehle an Kommunikation über den Stand der Dinge. „Wir werden völlig im Unklaren gelassen“, hieß es seitens des Fachschaftsrates bei der Demo, an der sich auch die Institutsdirektorin Professorin Michaela Schulz-Siegmund beteiligte. Wie berichtet, war das Institut im Zuge der vom Freistaat Sachsen verordneten Stellenkürzungen 2013 auf die Schließliste gesetzt worden.

Mangelnde Kommunikation

Seitdem gibt es eine Hängepartie. Die Immatrikulationszahlen wurden gesenkt und Professuren nicht mehr besetzt. Der Betrieb wird unter anderem durch Lehraufträge abgesichert. Die Kommilitonen skandierten bei der Demo „Pharmazie in Leipzig bleibt“. Schulz-Siegmund erklärte, dass die Institutsleitung bisher weder in die Gespräche mit den Fachministerien in Dresden noch mit der Uni in Halle eingebunden sei. Professorin Schücking hielt dagegen, aktuell gebe es auf der politischen und auf der Hochschulebene noch nichts Konkretes. Erst wenn die Eckpunkte einer möglichen Kooperation mit der Uni in Halle feststünden, sei es sinnvoll, in größerem Rahmen über die inhaltliche Ausgestaltung zu diskutieren. „Das alles ist noch nicht spruchreif.“ Aus den Reihen der Demonstranten kam der Vorwurf, es würde hinter den Kulissen an „Luftschlössern“ für die hiesige Pharmazie-Ausbildung gebaut. Johanna Nold, studentische Senatorin sagte dazu gegenüber LVZ.de: „Die Studenten haben Angst übergangen zu werden. Um dies zu verhindern, werden wir in der nächsten Senatssitzung am 17. Mai das Thema zur Sprache bringen und schauen, was wir aus studentischer Sicht überhaupt einbringen können.“ Schon im Herbst, so die geäußerte Befürchtung, könne es zu einer Kooperationslösung kommen, bei der das Institut auf der Strecke bleibe.

Zwei-Standort-Lösung

Schücking wies das strikt zurück. Alle bisher eingeschriebenen Studenten und auch jene 36, die zum kommenden Wintersemester immatrikuliert werden, „können hier ordnungsgemäß zu Ende studieren“. Dafür würden auch zwei Juniorprofessuren für das Institut geschaffen. Wenn es denn zu einem gemeinsamen Studiengang mit Halle komme, dann werde das mindestens noch ein Jahr dauern. „Kooperation heißt eine Zwei-Standort-Lösung“, meinte Prorektor Professor Thomas Hofsäss und signalisierte damit, dass an der Uni Leipzig auch perspektivisch pharmazeutische Lehre und Forschung betrieben werden. Schücking und Schulz-Siegmund wollen sich am 6. Mai zu einem informellen Gespräch treffen – als vertrauensbildende Maßnahme.

Von Mario Beck und Tatjana Kulpa

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