Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bildung Rektorwahl an Leipzigs Uni: Vier von sieben Bewerbern in der nächsten Sondierungsrunde
Leipzig Bildung Rektorwahl an Leipzigs Uni: Vier von sieben Bewerbern in der nächsten Sondierungsrunde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 27.11.2016
Amtsinhaberin Beate Schücking kandidiert wieder für den Rektorposten an der Leipziger Uni. Quelle: Armin Kühne
Anzeige
LEIPZIG

Nach dem vor knapp einem Jahr an der Leipziger Uni grandios gescheiterten Rektor-Wahlverfahren läuft nun der zweite Versuch zur künftigen Besetzung des Spitzenpostens, den Professorin Beate Schücking seit März 2011 innehat. Wie berichtet, war die Stelle Anfang August dieses Jahres erneut mit dem Hinweis ausgeschrieben worden, dass die Amtsinhaberin wieder kandidiert und bis zum 30. September Bewerbungen abgegeben werden können. Angesichts der Pleite vom letzten Mal, als Schücking vom Hochschulrat nicht zur Wahl nominiert wurde und die gelisteten Professoren Eduard Mühle (Münster) und Tassilo Schmitt (Bremen) letztlich entnervt das Handtuch warfen, war nun eine Flaute bei den Bewerbungen befürchtet worden. Doch gegenüber 2015 ist kein Rückgang zu verzeichnen.

Damals gingen bei dem von Professor Reinhold Grimm geführten Hochschulrat sieben Bewerbungen ein, nun waren es ebensoviele. Grimm ließ auf LVZ-Anfrage offen, wie viele davon von der hiesigen Uni kommen oder extern sind. Nach intensiver Prüfung hat sich die Auswahlkommission am Dienstag auf eine Liste mit vier Bewerbern geeinigt, die jetzt dem Hochschulrat vorliegt. Dem neunköpfigen Gremium obliegt der Fortgang des Verfahrens, zu dem auch Anhörungen der Kandidaten gehören. Laut sächsischem Hochschulgesetz können schlussendlich maximal drei Anwärter zur Wahl aufgestellt werden, davon muss mindestens einer von außerhalb der Uni kommen. Der Hochschulrat hat das Vorschlagsrecht, der akademische Senat kann im Zweifelsfall zwar Bedenken äußern, aber kein Veto einlegen. Wahlgremium ist der erweiterte Senat. Bisher sah der Fahrplan vor, dass Ende Januar 2017 ein Votum erfolgen könnte. Gewählt wird für eine fünfjährige Legislaturperiode. Schücking (60) ist mit den drei Prorektoren derzeit interimsmäßig im Amt, die reguläre Wahlperiode war Ende Februar 2016 ausgelaufen.

2015 lief das Stellen-Besetzungsverfahren völlig aus dem Ruder. Senat und erweiterter Senat duellierten sich mit dem Hochschulrat. Begleitmusik des Trauerspiels waren Klageandrohungen und Rücktrittsforderungen gegenüber dem Rat. Vor dem neuen Anlauf hatten die Gremien dann bei gemeinsamen Sitzungen die Wogen geglättet. Statt Konfrontation soll es nun Kooperation in der Vorbereitungsphase der wichtigsten Uni-Personalentscheidung geben.

Von Mario Beck

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eigentlich sollte die für unzulässig erklärte Bildungsempfehlung im Rahmen der Novelle des Schulgesetzes neu geregelt werden. Doch die Zeit drängt und es gibt noch viel zu klären. Deshalb muss jetzt schnell ein eigenes Gesetz her.

23.11.2016

Lebensqualität ist etwas sehr subjektives, trotzdem lässt sie sich messen. Für die Lebensqualität im Alter haben Leipziger Forscher nun ein Handbuch mit einem Fragebogen entwickelt.

23.11.2016

Nach über zwei Jahrzehnten mit unzähligen Strukturanpassungen können Sachsens staatliche Hochschulen aufatmen. Der Personalabbau hat ein Ende - gemäß Koalitionsvertrag.

22.11.2016
Anzeige