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Bildung Sachsen fordert mehr Engagement für Deutschlandstipendium
Leipzig Bildung Sachsen fordert mehr Engagement für Deutschlandstipendium
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20:47 14.06.2011
Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) lobte das Deutschlandstipendium als neue Säule der Studienfinanzierung. Quelle: dpa
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Dresden

Obwohl die Offerte seit langem bekannt ist, haben im laufenden Sommersemester nur die Technische Universität Chemnitz, die Freiberger Bergakademie und die Palucca Hochschule für Tanz in Dresden Deutschland-Stipendiaten. Weitere sechs staatliche Einrichtungen wollen im kommenden Wintersemester folgen.

Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) lobte am Dienstag das Stipendium als neue Säule der Studienfinanzierung. Das Geld ist nur an Leistungskriterien geknüpft.

Sachsens Ex-Regierungschef Kurt Biedenkopf (CDU) war am Dienstag Redner einer Veranstaltung zu dem Stipendium. Am Rande äußerte er sich auch über den Fachkräftemangel in Deutschland. Biedenkopf sieht einen „gefährlichen Zungenschlag“ darin, das Problem auf einen Import von Experten zu reduzieren. Es dürfe nicht in einer Weise gelöst werden, dass es zu Spannungen mit den Herkunftsländern Betroffener führe.

Biedenkopf sieht die Pflicht vielmehr darin, dem Problem hier zu begegnen - zum Beispiel mit Mitteln wie dem Deutschlandstipendium. „Zunächst müssen die Ressourcen im eigenen Land genutzt werden.“ Für Biedenkopf fängt das Problem schon bei der hohen Schulabbrecherquote an. Sachsens Regierung hatte sich wiederholt für die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte stark gemacht.

Die CDU verlangte von der einheimischen Wirtschaft mehr Engagement für das Stipendium. „Ich habe die klare Erwartung, dass Unternehmen nicht nur über Fachkräftebedarf sprechen, sondern aktiv werden - beispielsweise indem sie ein Stipendium in einer benötigten Fachrichtung ausloben. Wir nehmen die sächsische Wirtschaft in die Pflicht“, sagte CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer der Nachrichtenagentur dpa.

Mit dem Stipendium schließe man eine Lücke, die Deutschland von führenden Bildungsnationen getrennt habe: Die Stipendienkultur und das private Engagement für die Unterstützung Studierender seien in Deutschland bislang nur schwach ausgeprägt.

Die SPD im Landtag warf der sächsischen Regierung vor, das Stipendienprogramm verschlafen zu haben. Auch ein Jahr nach dem Beschluss des Bundestages stecke es in den Startlöchern fest. SPD-Hochschulexperte Holger Mann hinterfragte das gesamte Programm kritisch. Sachsen und die Regierungschefs der ostdeutschen Länder hätten ihm nie zustimmen dürfen.

„Da hier Wirtschaft wie Hochschulen deutlich schlechter mit Finanzmitteln ausgestattet sind, wird die Wirkung des Programms vor allem eine Umverteilung von Bundesmitteln in die alten Länder sein“, sagte Mann. Damit setze sich in der Studienfinanzierung fort, was die Bundesregierung und vor allem Bundesministerin Annette Schavan (CDU) bei der Forschungsförderung und Exzellenzinitiative seit Jahren praktiziere.

dpa

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