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Bildung Schüler im Osten bleiben häufiger ohne Abschluss als im Westen
Leipzig Bildung Schüler im Osten bleiben häufiger ohne Abschluss als im Westen
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13:41 29.03.2012
Schüler bei der Prüfung: Im Osten Deutschlands verlassen Jugendliche häufiger die Schule ohne Abschluss als im Westen. Quelle: dpa
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Wiesbaden

In Mecklenburg-Vorpommern war das im Jahr 2010 bei 13,8 Prozent der Schüler des Altersjahrgangs der Fall, in Sachsen-Anhalt bei 12,6 Prozent - das entspricht 1844 Mädchen und Jungen. Es folgen Berlin mit 10,5 Prozent, Brandenburg (9,8) und Sachsen (9,5). In Thüringen verließen 8,6 Prozent der Jugendlichen und damit genau 1266 Schüler die Schule ohne Abschluss.

Bundesweit betrachtet mussten 2010 mehr als 53 000 Schulabgänger ins Berufsleben starten, ohne wenigstens einen Hauptschulabschluss in der Tasche zu haben. In den westdeutschen Bundesländern waren weniger Schüler betroffen, in Baden-Württemberg etwa 5,2 Prozent, im Saarland 5,4 Prozent.

Warum zwischen Ost und West derart große Unterschiede herrschen, wurde nicht mitgeteilt. Bildungsforscher vermuten, dass die unterschiedlichen Anforderungen der Bundesländer an den jeweiligen Abschluss ein Grund dafür sind. Bildung ist Ländersache, dadurch sind etwa die Prüfungen in einem Land schwerer als im anderen.

Kürzlich hatten die Kultusminister vereinbart, dass es spätestens in fünf Jahren in allen 16 Bundesländern vergleichbar schwere Abiturprüfungen geben soll.

dpa

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