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Bildung Schulvorstellungen beim Dok-Festival zu den Themen Flucht und Migration
Leipzig Bildung Schulvorstellungen beim Dok-Festival zu den Themen Flucht und Migration
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14:00 13.10.2017
Standbild des Films „Schildkröten Panzer“, der im Rahmen des Bildungsprogramms des diesjährigen Dok-Festivals gezeigt wird.   Quelle: Dok-Festival/Promo
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Leipzig

 Flucht und Migration, rechte und linke Gewalt: Diese Themen werden zur Zeit in Deutschland hoch aktuell. Sie sind auch Gegenstand zweier Filme, die zum diesjährigen Bildungsprogramm des 60. Dok-Festivals in Leipzig gehören. Seit 2009 bieten die Organisatoren des Filmfestivals für Schulklassen Filmvorführungen inklusive Filmgespräch und Vorbereitung an. Gezeigt werden ab dem 1. November 2017 drei ganz unterschiedliche Filme.

Mit Flucht und Migration beschäftigt sich der Film „Schildkröten Panzer“ von Tuna Kaptan. Er erzählt die Geschichte der Syrerin Kinda, die mit ihrer Schildkröte nach Deutschland flieht. Dort wird der jungen Frau zuerst ihr geliebtes Haustier abgenommen, da dieses in Europa unter Artenschutz steht. Die Schildkröte kommt in eine Auffangstation für Reptilien in München. Dort lernt Kinda den Leiter der Station und die Besonderheiten der deutschen Bürokratie kennen. Der Film macht die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Ansichten der Menschen deutlich, die sich im Lauf der Geschichte kennenlernen. Er ist geeignet für Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe.

Wie geht die Gesellschaft mit behinderten Menschen um?

Der Dokumentarfilm „Wildes Herz“ begleitet die linke Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ in Mecklenburg-Vorpommern, die auch angesichts steigender Zahlen von NPD- und AfD-Wählern in der Region ihre Heimat nicht verlässt, sondern gegenhalten will. Die Band gibt es seit zehn Jahren, Mitte 2016 startete „Feine Sahne Fischfilet“ die Kampagne „Noch nicht komplett im Arsch. Zusammenhalten gegen den Rechtsruck“ mit verschiedenen Aktionen und Konzerten. „Der Film ist auch eine Reise in das Spannungsfeld von Politik, rechter Gewalt und linker Gegengewalt im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern“, heißt es von den Organisatoren des Bildungsprogramms. Regie führt der Schauspieler Charly Hübner, vielen bekannt aus der ARD-Serie „Polzeiruf 110“, der selbst aus Mecklenburg-Vorpommern stammt, gemeinsam mit Sebastian Schultz.

Im Mittelpunkt des Films "Wildes Herz" steht die Punkband "Feine Sahne Fischfilet". Quelle: Dok-Festival / Promo

„Sandmädchen“ gewährt dem Zuschauer Einblicke in die Lebenswelt und den Alltag der jungen Autistin Veronika Raila. Als Kind wurde ihr ein IQ von Null attestiert, heute studiert sie trotz schwerer Behinderung Literatur und Theologie und veröffentlicht selbst Lyrik und Prosa. Raila steht dabei nicht nur vor der Kamera, sondern ist kreative Partnerin des Regisseurs Mark Michel. Gibt es eine Normalität? Wie geht unsere Gesellschaft mit eingeschränkten und behinderten Menschen um? Diese und andere Fragen spricht der Film an. Er ist, ebenso wie „Wildes Herz“, für Schüler ab der 9. Klasse geeignet.

Das Leipziger Dok-Festival ist das größte deutsche und eines der führenden internationalen Festivals für künstlerischen Dokumentar- und Animationsfilm. Dieses Jahr findet es zwischen dem 30. Oktober und dem 5. November 2017 zum 60. Mal statt. Zum Jubiläum gibt es unter anderem Vorführungen im UT Connewitz und im Grassimuseum und im Club Institut für Zukunft. Die Vorführungen in diesen Spielstätten starten schon am 27. Oktober 2017.

Info:

Festival: www.dok-leipzig.de

Bildungsprogramm: Interessierte Lehrer werden gebeten, sich und ihre Klassen anzumelden. Weitere Informationen zu Laufzeiten und Anmeldung gibt es hier.

Von soa

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