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Bildung Senatoren und Hochschulräte der Uni planen für Montag Sondierungsgespräch
Leipzig Bildung Senatoren und Hochschulräte der Uni planen für Montag Sondierungsgespräch
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00:36 21.09.2015
Nicht zur Wiederwahl nominiert: Uni-Rektorin Beate Schücking. Quelle: Christian Modla
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LEIPZIG

Zur brisanten Rektorfrage an der Leipziger Uni soll es nach LVZ-Informationen nun doch ein Gespräch zwischen Senatoren und Hochschulräten der Alma mater geben. Wie berichtet, war am 8. September der erste Anlauf für eine solches informelles Treffen gescheitert. Damals hatte es starke Dissonanzen zwischen den beiden Gremien über den Ablauf der Zusammenkunft gegeben. Hochschulratschef Professor Reinhold Grimm sagte den Termin ab, als er erfahren hatte, dass die Senatoren an dem Tag auch mit Amtsinhaberin Professorin Beate Schücking und dem Dekan der Fakultät für Physik und Geowissenschaften, Professor Jürgen Haase, sprechen wollten. Beide gehörten zu den Bewerbern für das Uni-Spitzenamt, das zum 1. März 2016 neu zu besetzen ist. Der Hochschulrat hatte sie aber nicht auf die Nominierungsliste gesetzt, stattdessen sollen nur zwei externe Kandidaten bei der für Oktober geplanten Wahl antreten. Ihre Namen werden bisher geheim gehalten.

Nunmehr soll es am Montag zu einer Sondierungsrunde zwischen Vertretern des akademischen Senates und des Hochschulrates kommen, zu der auch Grimm erwartet wird. Er hatte in der Vergangenheit die vielfach geäußerte Kritik an dem Auswahlverfahren zurückgewiesen. Es sei fair und vorurteilsfrei durchgeführt worden. Das sächsische Wissenschaftsministerium sah zwar keine rechtlichen Verfahrensfehler, doch Ministerin Eva-Maria Stange (SPD) ließ durchblicken, dass sie Schücking gerne auf der Vorschlagsliste für die Rektorwahl gesehen hätte, auf der bis zu drei Nominierungen erfolgen können.

Schücking leitet die Uni seit Februar 2011 und hatte sich fassungslos gezeigt, dass ihr keine Chance auf eine Wiederwahl eingeräumt wurde, wo sie doch erst vom Hochschulrat zu einer Kandidatur ermuntert worden sei und nach der Anhörung zunächst ein positives Echo bekommen habe. An jenem 8. September, als der Hochschulrat seine Teilnahme am Treffen mit den Senatoren abgesagt hatte, unterhielten sich Senatsmitglieder separat mit Schücking und Haase. Dabei soll es aber nicht um das Auswahlprozedere an sich gegangen sein, sondern nur um ihre Beweggründe für die Bewerbung um das Spitzenamt.

Für die nächste Woche ist nicht nur am Montag der „offene Gedankenaustausch“ zwischen Hochschulräten und Senatoren vorgesehen, am Donnerstag soll auch eine Sondersitzung des Senates stattfinden. Das Gremium hat zwar kein Vetorecht bezüglich der personellen Vorschlagsliste des Hochschulrates, kann dazu aber eine Stellungnahme abgeben. Wahrscheinlich wird das aber erst Anfang Oktober passieren, weil Grimm angekündigt hatte, erst dann die zwei verbliebenen Anwärter für das Rektorenamt im Senat vorzustellen und die Entscheidung ausführlich zu begründen.

Von Mario Beck

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