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Bildung Sieben Forschungsprojekte aus Sachsen in nächster Exzellenzrunde
Leipzig Bildung Sieben Forschungsprojekte aus Sachsen in nächster Exzellenzrunde
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13:32 29.09.2017
Blick auf das Paulinum, Universität Leipzig. Quelle: André Kempner
Dresden - 

Insgesamt sieben Forschungsprojekte aus Sachsen haben es in die nächste Runde des Exzellenzwettbewerbs geschafft. Die Technische Universität Dresden (TUD) darf für sechs ihrer acht Vorhaben Anträge einreichen, die Universität Leipzig für einen von zwei, wie die Hochschulen am Freitag nach der Vorentscheidung durch die gemeinsame Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrates mitteilten. Die TU Chemnitz und die TU Bergakademie Freiberg indes können ihre Konzepte nicht weiter umsetzen, wollen die Themen jedoch weiterverfolgen.

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Adipositas verstehen“ der Uni Leipzig bleibt im Wettbewerb um eine Exzellenzförderung. Rektorin Beate Schücking sprach von einer „großen Auszeichnung“, die den eingeschlagenen Weg und die Leipziger Spitzenforschung auf diesem Gebiet bestätige. Im Verbund wollen Mediziner, Biochemiker bis zu Kulturwissenschaftlern Ursachen, Therapien und Möglichkeiten der Prävention von Fettleibigkeit und Übergewicht erforschen.

Der Dresdner TUD-Rektor Hans Müller-Steinhagen hofft nach dem „phantastischen Erfolg“, nun mindestens zwei, „am liebsten aber deutlich mehr Exzellenzcluster“ bewilligt zu bekommen. Im Rennen sind weiterhin Forschungen in Bioengineering, Biomedizin oder Mikroelektronik. Dabei geht es unter anderem um die Übertragung erfolgreicher Regeneration bei Tieren auf Menschen, Grundlagen der Entwicklungs- und Zellbiologie, Quantenmaterialien oder taktiles Internet. Die TU Dresden wird bereits als Exzellenzuniversität gefördert.

Anträge bis 2018

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) gratulierten. Der Erfolg zeige, „dass wir auf dem richtigen Weg sind, durch gute Forschung und Innovation Sachsen zu stärken und so die Bedingungen für attraktive Arbeit und Wohlstand im Land immer weiter verbessern“, sagte Tilich. Stange zeigt sich überrascht, dass der bestehende Leichtbau-Exzellenzcluster MERGE an der TU Chemnitz nicht weiterkam. Die bis Ende 2018 finanzierte Forschungskompetenz und -infrastruktur in der Zukunftstechnologie soll erhalten und weitergenutzt werden.

Die Anträge müssen bis Februar 2018 vorliegen, im September wird über die hochkarätige Förderung ab 2019 entschieden. Aus Sachsen waren 14 Konzepte eingereicht worden. Die Hälfte davon konkurriert in der Endrunde mit 81 Anträgen aus anderen Ländern. Nach Ministeriumsangaben werden für Exzellenzcluster bundesweit jährlich rund 385 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Bis zu 50 Cluster könnten so zwischen drei und zehn Millionen Euro pro Jahr erhalten. Die Förderlaufzeit beträgt zweimal sieben Jahre.

Von LVZ