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Bildung Stadtrat diskutiert am Beispiel des neuen Goethe-Gymnasiums, ob das Controlling funktioniert
Leipzig Bildung Stadtrat diskutiert am Beispiel des neuen Goethe-Gymnasiums, ob das Controlling funktioniert
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00:17 21.04.2017
Vom neuen Schuljahr an können künftige Abiturienten das neue, frisch sanierte Gymnasium in der Gorkistraße beziehen. Leipzig hat sich die Sanierung der beiden Schulhäuser, die durch einen Brückengang verbunden sind, etwa 20,05 Million kosten lassen. Quelle: André Kempner
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Der Schriftzug Goethe-Gymnasium ziert bereits das Gebäude in Schönefeld. Vom neuen Schuljahr an können künftige Abiturienten das neue, frisch sanierte Gymnasium in der Gorkistraße beziehen. Leipzig hat sich die Sanierung der beiden Schulhäuser, die durch einen Brückengang verbunden sind, etwa 20,05 Million kosten lassen. Mehr als ursprünglich geplant. In der Vorwoche musste der Stadtrat einen Nachschlag von 1,8 Millionen Euro bewilligen. Für Karsten Albrecht (CDU) ist das Bauvorhaben daher „eine lange Geschichte von Pannen und Ungereimtheiten“. Nach einem Baustopp und der Debatte um die Verbindungsbrücke habe der Stadtrat schon einmal Mehrkosten von 1,46 Millionen Euro bewilligen müssen, erinnerte er. Schon damals sei klar gewesen, dass dies nicht ausreicht, weil Hausschwamm in alten Holzbalken entdeckt worden sei. „Die Controllingbereiche haben versagt. Das ist bei großen Bauvorhaben oft so. Kostensteigerungen in Millionenhöhe müssen künftig vermieden werden“, so Albrecht.

Margitta Hollick (Linke) forderte ihn auf, „auf dem Teppich zu bleiben“. „Dass das Bauvorhaben teurer wird, haben wir schon damals gesagt.“ Das Amt für Gebäudemanagement habe regelmäßig kontrolliert und versucht, Kosten zu senken. Bei alten Gemäuern sei dies aber nicht immer so einfach. „Wir rennen von einem Bauprojekt zum nächsten – da ist eine vernünftige Vorbereitungszeit oft nicht möglich. Das hängt mit unserer besonderen Situation des starken Wachstums zusammen“, erklärte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos). Hinzu kommt: In der Startphase werden Kosten oft künstlich minimiert, um möglichst viele Projekte anschieben zu können. Dubrau verwies ebenso auf personelle und strukturelle Probleme in ihrem Dezernat. „Vielleicht können Sie auch mal anerkennen, was meine Mitarbeiter in den letzten Jahren geleistet haben“, wandte sie sich an den Stadtrat. Schnell mal „20 Schulen oder 80 Kindergärten“ anzuschieben, sei eine große Herausforderung. So sei zwar zusätzliches Personal eingestellt worden, was von der Amtsleitung allerdings auch gesteuert werden müsse. „Große Aufgaben sind nicht mit gegenseitigen Schuldzuweisungen zu lösen.“ Michael Weickert (CDU): „Es geht um das Geld der Bürger, das wir verwalten. Da sind wir zu Sorgfalt verpflichtet.“ Für Siegfried Schlegel (Linke) ist es ungeheuer wichtig, qualifizierte Planungen für künftige Bauvorhaben vorzubereiten und bei Bedarf rechtzeitig aus der Schublade zu ziehen. Da ist die Stadt auf einen besseren Weg. So hat sich Schulbürgermeister Thomas Fabian (SPD) einen Planungsvorlauf für 24 Neu- und Erweiterungsbauten vom Rat absegnen lassen.

Von Mathias Orbeck

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