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Bildung Start des bundesweiten Geschichtswettbewerbs in Leipzig – Nachbarschaft im Fokus
Leipzig Bildung Start des bundesweiten Geschichtswettbewerbs in Leipzig – Nachbarschaft im Fokus
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14:02 05.09.2012
Seit 1973 suchen Jugendliche im Namen des Wettbewerbs in den bundesdeutschen Archiven. Quelle: David Ausserhofer KörberStiftung
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Leipzig

Der seit 1973 jährlich in der Republik durchgeführte Initiative soll bei Kindern und Jugendlichen ein Interesse für die Historie wecken. Die Teilnehmer sind aufgerufen, in Archiven nach selbst gewählten Themen zu forschen und ihre Erfahrungen aufzuschreiben. In diesem Jahr stehen die Recherchen unter der Überschrift „Vertraute Fremde. Nachbarn in der Geschichte“.

Staatssekretär Wolff betonte in seiner Eröffnungsrede, dass zu guter Bildung auch ein Verständnis der Vergangenheit gehöre. Durch Alltagseindrücke und Einzelschicksale könne diese für die nachfolgenden Generationen besser nachvollziehbar werden. „Wir brauchen nicht nur Geschichtsbücher, sondern auch Geschichten, damit die Geschichte ein menschliches Antlitz erhält“, sagte Wolff.

Im Sinne von Wolffs Sprachbild trägt die Friedliche Revolution auch das Antlitz von Frank Richter. Der studierte Theologe gehörte am 8. Oktober 1989 in Dresden zu den Gründern der „Gruppe der 20“, die im Namen von Tausenden Demonstranten mit der Stadtführung verhandelte. Richter, heute Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, wollte den Schülern am Mittwoch Impulse für ihre Recherchen geben  und ermahnte sie, in ihrer Wahrnehmung nicht Opfer des ideologischen Standpunktes zu werden. „Ich will mit meinem eigenen Kopf denken, und nicht mit dem Kopf des Vorsitzenden“, zitierte Richter einen Mitstreiter aus Wendetagen.

Frank Richter, ehemaliger Dissident und heutiger Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Quelle: DNN Archiv

Innerhalb von vier verschiedenen Workshops konnten sich die Schüler im Anschluss an Richters Worte inhaltlichen und methodischen ihren Aufsätzen nähern. Dabei wurden unter anderem die Vor-Ort-Recherche, die Nutzung von Archiven und der Umgang mit Zeitzeugen geübt. In kommenden Wochen und Monaten sollen die Kinder und Jugendlichen  zusammen mit ihren Lehrern und Tutoren dann selbstständig weiter forschen.

Die Ergebnisse in Form von Texten, Filmen oder Hörspielen können bis zum 28. Februar 2013 bei der Körber-Stiftung, dem Wettbewerbsausrichter, eingereicht werden. Danach wählen Juroren auf Landes- und Bundesebene die besten Beiträge aus. Neben zahlreichen Geldpreisen winkt den Gewinnern auch ein Empfang beim Bundespräsidenten.

Internet: www.geschichtswettbewerb.de

Matthias Puppe

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