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Bildung Streit um Gymnasium Gorkistraße: Planung steht – aber Linke zweifelt jetzt den Standort an
Leipzig Bildung Streit um Gymnasium Gorkistraße: Planung steht – aber Linke zweifelt jetzt den Standort an
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13:49 09.12.2013
Soll wieder aktiviert werden: das Schulgebäude in der Gorkistraße. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Doch nun will die Linksfraktion den Standort per Änderungsantrag erneut auf den Prüfstand stellen, Verzögerung wäre die Folge. Der Abgeordnete Jens Hermann-Kambach geht sogar noch weiter. Er fordert, die Mittel für den Bau komplett zu streichen.

Rund 16,8 Millionen Euro wird die Sanierung der beiden alten Schulhäuser inklusive Erweiterungsbau kosten. Die Kommune muss davon rund 10 Millionen Euro aufbringen, der Rest kommt aus Fördertöpfen. In einem Antrag zum Haushaltsplanentwurf 2014 schlägt Hermann-Kambach vor, auf den Standort Gorkistraße zu verzichten und stattdessen die Hälfte der eingesparten städtischen Mittel in die Sanierung der Astrid-Lindgren-Grundschule in Schönefeld zu stecken, „einschließlich des schulischen Umfelds“.

Der Bürgerverein verweist dagegen auf die Schulbedarfsplanung: „In jedem Gremium, das sich mit dem Thema beschäftigt, wird einhellig die Auffassung vertreten, Schönefeld braucht ein Gymnasium“, erklärte der Bürgerverein. Auch der Stadtbezirksbeirat Nord-Ost habe sich dafür ausgesprochen. Letztendlich geht es darum, mit dem Schulstandort auch den Stadtteil aufzuwerten.

Zu viele Fragezeichen

Ausschnitt aus den Plänen für das Gymnasium in Schönefeld: Eine Brücke soll die Gebäude in der Gorkistraße 15 und 25 verbinden. Quelle: Stadt Leipzig

Die Fraktion Die Linke sieht dagegen noch zu viele Fragezeichen in der Planung zum Schulbau Gorkistraße. Der Komplex wird nämlich keine Sportanlagen haben, und auf dem Gelände gibt es auch keine Reserven dafür. Stattdessen fasste die Verwaltung den Sportplatz der zu Fuß etwa fünf Minuten entfernten Lindgren-Schule ins Auge. Außerdem müsse die Stadt den Schulweg an der Hauptverkehrsstraße besser sichern.

Die Fraktion „Die Linke“ will die Notwendigkeit des Standorts Gorkistraße erneut prüfen lassen, ebenso wie die des Brockhaus-Gymnasiums in der Kieler Straße und eines Neubaus im Leipziger Osten. Dort wird im Schulentwicklungsplan 2012 ein Gymnasium ins Auge gefasst. Daraufhin hat der Stadtrat hat im März beschlossen, dass die Verwaltung den Standort Ihmelsstraße prüfen muss.

Michael Reinhardt vom Bürgerverein will Bedenken zerstreuen, dass mit dem Ausbau der Schulbauten Gorkistraße der Leipziger Osten leer ausgehen könnte: In den politischen Gremien herrsche Einigkeit, dass diese Schule nicht alternativ, sondern zusätzlich entstehe.

Evelyn ter Vehn

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