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Student und Judo-Trainer: Pascal Jankowicz finanziert sein Studium über ein Stipendium

Student und Judo-Trainer: Pascal Jankowicz finanziert sein Studium über ein Stipendium

Studieren ist ein kostspieliger Spaß. Neben Miete, Semesterbeiträgen und Büchern wollen auch die Annehmlichkeiten des Studenten-Daseins bezahlt werden. Fragt sich nur: Wie? Eine oft unterschätzte, weil gefühlt zu aufwendige Gelegenheit, das Leben zwischen Mensa und Hörsaal zu finanzieren, sind Stipendien.

Dabei sind überdurchschnittliche Zensuren gar nicht so entscheidend, sondern vielmehr persönliches Engagement - wie das Paradebeispiel Pascal Jankowicz zeigt.

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Studieren ist ein kostspieliger Spaß. Neben Miete, Semesterbeiträgen und Büchern wollen auch die Annehmlichkeiten des Studenten-Daseins bezahlt werden. Fragt sich nur: Wie? Eine oft unterschätzte, weil gefühlt zu aufwendige Gelegenheit, das Leben zwischen Mensa und Hörsaal zu finanzieren, sind Stipendien. Dabei sind überdurchschnittliche Zensuren gar nicht so entscheidend, sondern vielmehr persönliches Engagement - wie das Paradebeispiel Pascal Jankowicz zeigt.

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Seit einem knappen halben Jahr profitiert der 21-jährige Leipziger von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (SDW). Der Verein schießt Jankowicz als Stipendiaten - unabhängig vom Einkommen der Eltern - monatlich rund 730 Euro zu, solange dessen Hochschulausbildung dauert. Hinzu kommen 150 Euro Büchergeld pro Monat, legt Jankowicz freimütig offen, der im vierten Semester angewandte Mathematik an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HWTK) studiert. Seinen akademischen Weg so ebnen zu können, "habe ich vorher nicht wahrgenommen", bekennt Jankowicz. Der Aufwand sei dabei gar nicht mal so unmenschlich. "Man muss respektvoll mit Menschen umgehen und soziale Kompetenzen mitbringen", meint der SDW-Protegé. "Ansonsten zählt nur, was in einem steckt." Genau da liegt in seinem Fall allerdings der Schlüssel.

Jankowicz trägt einen schwarzen Gürtel in Judo, trainiert für den Judoclub Leipzig seit eineinhalb Jahren zwei Mal pro Woche eine Truppe von etwa 40 Kindern im Alter zwischen acht und zehn Jahren im Sportgymnasium an der Marschnerstraße. Der Vater eines Bambini-Judokas, den Jankowicz trainiert, ist so genannter Vertrauensmanager der SDW, kam mit dem HTWK-Studenten bei einem Grillabend des Judoclubs ins Gespräch und konnte Jankowicz für das Stipendienprogramm der Stiftung erwärmen. "Ich würde da perfekt hineinpassen", habe ihm der väterliche Vertrauensmann gesagt, so Jankowicz. Eben weil Stiftungen wie die SDW nach aktiven und durchsetzungsfähigen Leuten wie einem jungen Judo-Trainer mit Grips suchen.

Zwar sollten potenzielle Stipendiaten anständige Zensuren haben, sagt Jankowicz, der bei seiner Bewerbung einen Durchschnitt von 1,6 vorweisen konnte. Die reine Leistung im Studium stehe jedoch an zweiter Stelle: "Das Engagement ist wichtig." Was folgte, war im Grunde Formsache. Er bewarb sich über das Online-Portal der SDW, unterhielt sich mit den regionalen Vertretern des Vereins und wurde auf deren Empfehlung zu einem zweitägigen Assessment-Center nach Berlin geschickt. "Trotz der Anstrengung herrschte dort ein angenehmes Klima", erinnert sich der Stipendiat ans Auswahlverfahren, an dem noch etwa 40 weitere Bewerber teilnahmen. Einen Monat später flatterte dann ein Brief in seinen Briefkasten mit der sinngemäßen Nachricht: "Herzlichen Glückwunsch, Sie sind dabei!" Seither fühlt sich der studierende Kampfsportler unter den Fittichen der SDW gut aufgehoben. "Ich kann jedem nur raten, es auch zu versuchen", unterstreicht Jankowicz. Alles, worauf es schließlich ankomme, sei die Motivation.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.04.2013

Kretz, Felix

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