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Bildung Tage der geschlossenen Tür: Liebertwolkwitzer Schulen fest in Bauarbeiterhand
Leipzig Bildung Tage der geschlossenen Tür: Liebertwolkwitzer Schulen fest in Bauarbeiterhand
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23:59 08.09.2014
Die Geschwister-Scholl-Schule in Liebertwolkwitz (archivbild). Quelle: André Kempner
Leipzig

"Für mich ist das völlig unverständlich, wie man das Kindern, die gerade einen wichtigen neuen Lebensabschnitt beginnen, zumuten kann", sagt eine aufgebrachte Mutter gegenüber der LVZ.

Laut dem Amt für Gebäudemanagement lässt die Stadt an der Grundschule den Brandschutz und die Heizung modernisieren. Gleiches in der benachbarten Geschwister-Scholl-Oberschule: Das Gebäude erhält neue Heizungen, wird zudem abgedichtet. Für beide Bildungsstätten stampfen die Bautrupps außerdem für 750 000 Euro eine neue Mehrzweckhalle aus dem Boden, die vorrangig als Mensa dienen wird. Grund- und Oberschüler mussten sich jahrelang ein zum Speiseraum umfunktioniertes Klassenzimmer teilen.

Für die Vorhaben nimmt die Stadt knapp 1,6 Millionen Euro in die Hand - und liegt derzeit fast im Zeitplan. "Die Baumaßnahmen waren von vornherein nicht auf die Sommerferien begrenzt", sagt Christoph Sorger vom Referat Kommunikation. Im Detail: Die Brandschutzerneuerung sei am 1. November beendet, danach stünden nur noch Malerarbeiten an. Die Heizung soll kommenden Montag in Betrieb gehen, in den Herbstferien rücken noch einmal die Maler an. Die Abdichtung des Bauwerks wird am 30. September abgeschlossen sein. Einzig bei der Mensa habe es Verzug gegeben. Die sollte ursprünglich im Oktober stehen. Die mit den Fenstern beauftragte Firma ging allerdings insolvent. Neuer Fertigstellungstermin: 30. November.

2012 hatte der Stadtrat das "Mammutprojekt" - bestehend aus 118 Einzelvorhaben - beschlossen. "Das bedeutet für alle Beteiligten einen Kraftakt", sagt Sorger. Aufgrund der vielen Projekte, müssten viele Arbeiten parallel zum laufenden Schulbetrieb stattfinden, Schüler, Lehrer und Eltern mit Einschränkungen leben. "Die Stadtverwaltung kann da nur um Verständnis bitten."

Die Sächsische Bildungsagentur stellt klar: "Unterricht fand und findet in dieser Woche statt, jedoch an anderen Lernorten", so Sprecher Roman Schulz. Der Unterricht sei in Absprache mit den Lehrern und Elternvertretern rechtzeitig und ganz bewusst nicht in den Räumen geplant worden. Mit einer Projektwoche das neue Schuljahr zu beginnen, sei an Grundschulen nicht unüblich. "Von Ausfall, verlängerten Ferien sprechen wir hier nicht, das wäre einfach falsch. Es ist eine andere, offene Unterrichtsform."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.09.2014

Benjamin Winkler

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