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Bildung Technik von HTWK-Forschern aus Leipzig warnt vor einstürzenden Gebäuden
Leipzig Bildung Technik von HTWK-Forschern aus Leipzig warnt vor einstürzenden Gebäuden
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23:59 17.05.2013
Befestigung des HTWK-Mess-Systems. Quelle: HTWK Leipzig

Im letzten Winter bewies das Verfahren in einem mehrmonatigen Praxistest seine Zuverlässigkeit. Installiert war es dabei im Vogtland an einem vorgeschädigten Dach einer Industriehalle, auf die eine starke Schneelast wirkte. In dieser Woche stellten die Experten nun ihre Innovation bei der Messe "Sensor und Test" in Nürnberg vor.

Beim Feldversuch im Vogtländischen hatte das System tadellos gearbeitet. "Es ist zuverlässig, strapazierfähig und zeichnet sich im Vergleich zu anderen Verfahren durch ein geringes Gewicht aus", erklärte Professor Elke Reuschel von der Leipziger Materialforschungs- und Prüfanstalt (MPFA). Ebenso wie die Gesellschaft für Geomechanik und Baumesstechnik (GGB) ist die MPFA in das Projekt eingebunden und treibt es gemeinsam mit dem Team um HTWK-Professor Klaus Holschemacher voran.

Als Kernkomponente nutzen die Fachleute so genannte Faser-Bragg-Gitter, also optische Sensoren, die in ein Glasfaserkabel eingebrannt sind. Hintergrund: Kommt es zu Bauteilverformungen oder Temperaturänderungen, verschiebt sich die Wellenlänge des reflektierten Lichtes, die vom System permanent ermittelt wird. "Wird ein zuvor definierter, kritischer Wert überschritten, erfolgt automatisch eine Warnung", sagte Maria Barbara Schaller von der GGB. Alle erfassten Daten seien jederzeit online abrufbar.

Durch spezielles Know-how konnten die empfindlichen Glasfaserkabel auch für den Einsatz in rauer Baustellen- und Industrie-Umgebung fit gemacht werden. Holschemacher: "Sie werden auf ein technisches Textil aus Glas- oder Kohlefaser aufgestickt, das mit Klebeharz durchtränkt ist." Letzteres sorgt nicht nur für Widerstandsfähigkeit, sondern auch für Haftung an Oberflächen verschiedener Art - etwa an Betonwänden oder Stahlträgern. Für Holschemacher steckt in dem System viel Potenzial, das über den Baubereich hinausgeht. Vorstellbar seien etwa Anwendungen in der Automobilbranche oder im Maschinenbau.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.05.2013

Mario Beck

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