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Bildung Neuer Job: Thomas de Maizière lehrt Jura an der Leipziger Uni
Leipzig Bildung Neuer Job: Thomas de Maizière lehrt Jura an der Leipziger Uni
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15:03 08.06.2018
Jura-Dekan Tim Drygala und Uni-Rektorin Beate Schücking übergeben Thomas de Maizière (rechts) die Berufungsurkunde zum Honorarprofessor. Quelle: Christian Hüller / Universität Leipzig
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Leipzig

In dieser Woche gab er bereits seine erste Lehrveranstaltung: Der ehemalige Bundesinnen- und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) ist zum Honorarprofessor an der Juristenfakultät der Universität Leipzig ernannt worden. Rektorin Beate Schücking übergab dem 64-Jährigen am Freitag seine Berufungsurkunde. Künftig soll de Maizière den Studenten Themen wie die Bedeutung des Koalitionsvertrages oder den Fraktionszwang im Bundestag näherbringen, hieß es.

Im Bereich Staats- und Verfassungsrecht werde der Ex-Minister regelmäßig in Lehrveranstaltungen der Fakultät eingebunden und angehenden Juristen praktische Einblicke in den Regierungsapparat geben, teilte die Universität mit. Sein erstes Seminar hielt de Maizière im Juni zusammen mit Professor Arnd Uhle zum Thema „Regieren im Verfassungsstaat – Parlamentarisches Regierungssystem des Grundgesetzes“. Im kommenden Wintersemester ist eine Antrittsvorlesung geplant.

De Maizière: „Wichtige und schöne Aufgabe“

Der promovierte Jurist, der in Münster und Freiburg im Breisgau studierte, sprach von einer Ehre und Verpflichtung. „Junge Menschen an den eigenen Erfahrungen durch die Verbindung von juristischer Lehre und politischer Praxis teilhaben zu lassen, ist eine wichtige und schöne Aufgabe“, zitierte die Uni ihren neuen Dozenten. „Die Alma Mater hat eine lange und bedeutende Tradition gerade in der Rechtswissenschaft. Dazu möchte ich fortan gern meinen Beitrag leisten.“

„Mit seiner politischen Erfahrung kann Thomas de Maizière unseren Studierenden vermitteln, was in der Verfassung steht und wie es praktisch gelebt wird“, freut sich Tim Drygala, der Dekan der Juristenfakultät. Rektorin Schücking verspricht: „Er wird den Aufwuchs und die Ausrichtung der Juristenfakultät unterstützen und Studierenden viele praktische Einblicke geben können.“ Mit seiner Erfahrung als Jurist in der Landes- und Bundespolitik könne er die Abläufe aus einer „Innenperspektive“ beurteilen, ergänzte Drygala.

Politische Karriere in Dresden und Berlin

De Maizière war zuletzt von Dezember 2013 bis März 2018 Bundesinnenminister und zuvor Verteidigungsminister, musste in der aktuellen Regierung jedoch seinen Posten für Horst Seehofer (CSU) räumen. Seitdem sitzt der gebürtige Bonner, der in Dresden lebt, als einfacher Abgeordneter des Wahlkreises Meißen im Deutschen Bundestag. Vor seiner Zeit in der Bundespolitik war de Maizière in Sachsen Staatskanzleichef sowie Finanz-, Justiz- und Innenminister.

Von nöß

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