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Bildung US-High-School-Schüler aus Partnerstadt Houston auf Stippvisite in Leipzig
Leipzig Bildung US-High-School-Schüler aus Partnerstadt Houston auf Stippvisite in Leipzig
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00:33 26.06.2015
Boys and Girls aus Houston mit Deutschlehrer Mark Johnson (hinten rechts) gastieren am Kepler-Gymnasium. Eingerührt hat das Englischlehrer Guido Gans. Quelle: Alexander Bley
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Leipzig

 „Currywurst, Döner, Spätzle“, kommt es bei Miguel Sanchez wie aus der Pistole geschossen. „The food is great“, legt der 17-jährige US-Boy nach. Die „Schnitte“ inbegriffen.

Ja, es sei alles ein bisschen anders hier in Leipzig, Sachsen. Im Vergleich zu Houston, Texas. Allein, dass dort, in der City über dem großen Teich, etwa viermal so viel Menschen leben wie an der Pleiße, sagt alles. Kein Wunder, dass die zehnköpfige Reisegruppe aus der Partnerstadt Leipzigs zu folgendem Schluss kommt: „Hier ist alles ein bisschen kleiner, außer die Leute.“

Gut zwei Wochen sind die Texaner von der John-H.-Reagan-High-School schon an der Pleiße und durchkämmen gemeinsam mit Schülern des Kepler-Gymnasiums City und Umgebung. Allesamt sind sie bei Familien der Eleven untergebracht. Miguel Sanchez wohnt etwa bei Nils Schröter. Die beiden kennen sich schon seit dem vergangenen Jahr, als ein Grüppchen aus Leipzig in Houston zu Gast war.

Die Partnerschaft der beiden Schulen haben Guido Gans (47) und Mark Johnson (41) eingerührt. Zustande kam der Kontakt der beiden Lehrer mit Hilfe der Houston-Leipzig-Sister-Association (HLSA) vor etwa eineinhalb Jahren. 16 Tage weilten die jungen Sachsen in der viertgrößten Stadt der USA. „Auch wir haben dort bei den Familien gelebt, damit sie mitbekommen, wie die Leute dort ticken“, erklärt Englisch-Lehrer Guido Gans. Die Sprache sei schließlich die eine, Kultur die andere Seite.

Während sich in Houston das Leben der Jugend auch nachmittags an der High-School abspielt, strömt das Gros der hiesigen Schüler nach dem finalen Klingeln nach Hause. Mit der Straßenbahn oder dem Fahrrad. Das ist für die Amerikaner neu. „Sie haben das Gefühl, ständig in Bewegung zu sein“, sagt Johnson, dessen Deutsch einen Schwäbisch-Einschlag hat. Kein Wunder: Fünf Jahre Stuttgart in der Kindheit prägen.

Neben den touristischen Highlights, die auf der Stippvisite nicht fehlen dürfen, bleiben bei den Gästen aber ganz andere Sachen hängen. „Neben dem gesünderem Essen, der Straßenbahn vor allen die angenehmeren Temperaturen. In Houston ist es derzeit im Mittel über 30 Grad warm. Nicht zu vergessen das klare Wasser: Du kannst deine Füße sehen“, beschreibt Miguel Sanchez den Trip zum „Cossi“. Im Golf von Mexiko sei das nicht immer an der Tagesordnung.

Finanzielle Unterstützung für die 16-tägige Tour gab es seitens der HLSA. An der High-School kamen sogar 20.000 Dollar extra zusammen, erzählt Johnson. Einen Free-Dress-Day hoben die 110 Deutsch-Schüler mit ihrem Lehrer vor der Abreise dafür aus der Taufe. An jenem Tag durfte, wer die Schuluniform zu Hause lassen wollte und ein paar Dollar spendete, so zum Unterricht erscheinen, wie es für die Deutschen Alltag ist.
Alexander Bley

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