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Bildung Uni-Bibliothek: Weniger Mitarbeiter und weitere Reduzierung der Standorte
Leipzig Bildung Uni-Bibliothek: Weniger Mitarbeiter und weitere Reduzierung der Standorte
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00:30 28.08.2015
Großer Lesesaal in der Bibliotheca Albertina. An der Uni-Bibliothek gibt es mehr Nutzer, aber weniger Personal. Quelle: André Kempner
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Betrieben wurden 2014 noch 16 und damit einer weniger als im Jahr zuvor, 2011 hatte es noch 19 gegeben. Teils bestehe aber noch immer eine ineffektive Struktur, weil kleinere Zweig- bibliotheken keine langen Öffnungszeiten bieten könnten und sich nicht für Strukturinvestitionen eignen würden, heißt es in der Bilanz, in der andererseits ein Zuwachs bei den sogenannten Erwerbungsmitteln verzeichnet ist.

Von 2012 auf 2013 waren sie um rund 500 000 Euro auf vier Millionen Euro abgeschmolzen, 2014 konnten nun fast 4,4 Millionen Euro ausgegeben werden. Das Geld floss in die Beschaffung von zirka 53 400 Büchern sowie etwa 3000 Print- und 9460 Online-Zeitschriften. Bei letzteren zwei Positionen war die Tendenz gegenüber 2013 rückläufig. Nicht so bei der Anzahl der aktiven Nutzer, die sich 2014 leicht gegenüber dem Vorjahr erhöhte - von 29 173 auf 29 319. Laut UBL-Direktor Professor Ulrich Johannes Schneider war 2014 ein Jahr der "wichtigen Weichenstellungen" bezüglich geplanter Bauvorhaben. Wie berichtet, soll die nur noch teilweise nutzbare Mensa in der Liebigstraße nicht nur runderneuert werden, sondern in das Gebäude auch die Bibliothek für Medizin und Naturwissenschaften mit 185 Nutzerplätzen einziehen. Geplant ist die Fertigstellung 2018/19. Bis dahin hofft die UBL-Leitung auch, dass das bildungswissenschaftliche Zentrum auf dem Campus an der Jahnallee vollendet ist. Denn dort sollen die Bibliotheken von Erziehungswissenschaften und Sportwissenschaften ein gemeinsames modernes Domizil bekommen.

Bis dahin sind allerdings Interimslösungen angesagt: So ziehen die Literatur-Bestände der Erziehungswissenschaften gerade vom bisherigen Fakultätssitz in der Karl-Heine-Straße in die Bibliotheca Albertina in der Beethovenstraße um. Ab 7. September sollen sie dort im Freihandbereich im ersten Stock und im offenen Magazin zur Verfügung stehen. Und zwar solange, bis am Campus Jahnallee das neue Zentrum vollendet ist.

Für dieses wurde bisher aber noch nicht einmal der Grundstein gelegt, lediglich ein Bestandsgebäude wird zurzeit an der Jahnallee für die Erziehungswissenschaften hergerichtet. Auch die Sanierung und der Umbau der Mensa in der Liebigstraße sind noch nicht gestartet worden. Ursprünglich sollte es im Mai dieses Jahres losgehen.

Noch mehr Zukunftsmusik ist die Bibliothek der Künste, für die sich die UBL sowie die Hochschule für Musik und Theater und die Hochschule für Grafik und Buchkunst gemeinsam stark machen. Die musik- und kunstwissenschaftlichen Bestände aller drei Einrichtungen sollen - so das Konzept - in acht Jahren unter einem Dach vereint sein. Der Gemeinschaftsantrag an das sächsische Wissenschaftsministerium sieht als nächsten Schritt eine Machbarkeitsstudie für die bauliche Umsetzung des Projektes vor.

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