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Uni-Klinik Leipzig: Operation mit DaVinci-Roboter rettet Nieren trotz Krebs

Uni-Klinik Leipzig: Operation mit DaVinci-Roboter rettet Nieren trotz Krebs

Urologen am Uniklinikum Leipzig können auch schwierigste Nierentumore entfernen, ohne die Organe zu gefährden. Möglich wird dies durch den Einsatz des DaVinci-Operationsroboters.

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Prof. Jens-Uwe Stolzenburg an der Steuerkonsole des DaVinci-Operationsroboters.

Quelle: Universitätsklinikum Leipzig

Leipzig. Dessen vom Operateur gesteuerte Greifarme sind beweglicher als die menschliche Hand, und können so feinste Schnitte setzen und auch das umliegende Gewebe besser erhalten.

Frank Vetterlein sieht vier Tage nach seiner Nieren-OP gut aus und er fühlt sich auch gut. „Ich bin fit wie ein Turnschuh“, sagt der 47-jährige Geschäftsführer einer Geraer Firma. „Das hätte ich vorher nicht gedacht. Denn immerhin stand ich kurz davor, eine Niere zu verlieren.“ Bei ihm war ein Tumor in der rechten Niere entdeckt worden, der innerhalb kurzer Zeit einen Durchmesser von drei Zentimetern erreichte. „Er war mittig in der Niere, so dass eine organerhaltende Entfernung als äußerst schwierig betrachtet wurde.“ Kliniken, die er bisher kontaktierte, hätten ihm durchaus helfen können, aber dabei hätte er die Niere verloren.

Prof. Dr. Jens-Uwe Stolzenburg, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie am Universitätsklinikum Leipzig, bestätigt, dass es für ihn nur per DaVinci möglich war, den Tumor organerhaltend zu entfernen: „Die Instrumente des DaVinci-Roboters verfügen über eine Beweglichkeit von 360 Grad und sind zudem mit Gelenken ausgerüstet, die der menschlichen Hand überlegen sind.“

Seit letztem Jahr kommt bei etwa 60 Prozent der Nierentumoroperationen in der Leipziger Uniklinik das Robotersystem zum Einsatz. Der DaVinci-Roboter gilt als die modernste Entwicklung auf dem Gebiet der minimal-invasiven Operationen. Der Chirurg sieht über eine Kamera das Innere des Patienten zehnfach vergrößert. Über spezielle an der Hand des Operateurs befestigte Griffe werden seine Handbewegungen über eine wählbare Skalierung zitterfrei auf die Instrumente, die die Roboterarme führen, übertragen. In der Praxis heißt das beispielsweise, dass eine Handbewegung von zwei Zentimetern vom Roboter mit einer Bewegung von vier Millimetern umgesetzt wird.

Zu diesen Vorteilen des Systems gegenüber einer offenen Schnittoperation zählen, dass die Patienten weniger Schmerzen und weniger Narben haben. Zudem sind eine schnellere Erholung nach dem Eingriff und eine raschere Rückkehr zum normalen Leben nachweisbar. Auch Frank Vetterlein konnte wenige Tage nach dem Eingriff entlassen werden.

pm

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