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Bildung Uni Leipzig: Hochschulrat will zwei Historiker für Rektorwahl nominieren
Leipzig Bildung Uni Leipzig: Hochschulrat will zwei Historiker für Rektorwahl nominieren
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11:10 08.10.2015
Bewerber um den Uni-Rektorposten: Professor Tassilo Schmitt (oben) und Professor Eduard Mühle. Quelle: dpa,web
LEIPZIG

Auch der zweite vom Hochschulrat der Leipziger Uni für die Rektorwahl vorgesehene Kandidat ist Historiker: Auf LVZ-Anfrage bestätigte Professor Tassilo Schmitt von der Universität Bremen, dass er sich für den Spitzenposten beworben und vom Ratsvorsitzenden Professor Reinhold Grimm eine positive Rückmeldung bekommen hat. Schmitt hat in Bremen den Lehrstuhl für alte Geschichte inne, wirkt zudem als Dekan des Fachbereiches Sozialwissenschaften an der dortigen Uni und ist derzeit Vorsitzender des philosophischen Fakultätentages. Der 53-Jährige stammt aus Würzburg und studierte dort Geschichte und klassische Philologie, promovierte 1989 an der Uni in Heidelberg und habilitierte 1998 an der Uni in Bielefeld.

Wie berichtet, hat der Hochschulrat auch Eduard Mühle (57), der an der Uni in Münster als Professor für die Geschichte Ostmitteleuropas und Osteuropas tätig ist, auf die Vorschlagsliste zur Besetzung des Spitzenpostens an der Alma mater gesetzt. Offiziell äußerte sich Grimm bisher nicht zu den Personalien, die eigentlich bis nächste Woche geheim bleiben sollten. Denn für nächsten Dienstag ist eine Sondersitzung des Senates angesetzt, bei der Grimm die Kandidaten vorstellen und auch begründen will, warum die zwei Uni-internen Bewerber vom Hochschulrat abgelehnt wurden. Amtsinhaberin Professorin Beate Schücking (59), die der Uni seit Februar 2011 vorsteht, und Physik-Professor Jürgen Haase (57), sollen nach dem Votum des Hochschulrates nicht zum Zuge kommen.

Seitdem sich Schücking im Juli öffentlich „fassungslos“ zeigte, dass ihr der Hochschulrat keine Chance auf Wiederwahl einräumen will, obwohl es nach dem Vorstellungsgespräch zunächst ein positives Feedback gegeben habe, kocht die Debatte. Grimm erklärte, dass Auswahlverfahren sei „vorurteilsfrei und fair“ verlaufen. Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) ließ durchblicken, dass sie Schücking gerne auf der Kandidatenliste gesehen hätte, auf der bis zu drei Bewerber benannt werden können. Auch der Uni-Senat forderte eine Listenplatz für Schücking, ansonsten drohe womöglich eine Konkurrentenklage und eine Lähmung der Alma mater. Allerdings gab das Gremium seine Pro-Schücking-Bekundung ab, als es noch in alter Zusammensetzung tagte. Mittlerweile hat es sich neu konstituiert und personell stark verändert. Nach LVZ-Informationen können die jetzigen 21 Senatoren am Freitag vertraulich alle Bewerbungsunterlagen von Mühle, Schmitt, Schücking und Haase einsehen, um sich ein Bild zu machen.

Die Senatssitzung am kommenden Dienstag hinter verschlossenen Türen wird zeigen, ob Senat und Hochschulrat einen gemeinsamen Nenner finden – sich ins Benehmen setzen oder nicht. Ein Vetorecht hat der Senat in der Kandidatenfrage aber nicht. Die eigentliche Wahl obliegt dem erweiterten Senat. Wann sie erfolgt, ist noch unklar. Zu besetzen ist der Rektorposten per 1. März 2016.

Von Mario Beck

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Bisher hält der Hochschulrat der Leipziger Universität die Namen der zwei externen Bewerber für den Rektorposten geheim. Auf Anfrage der Leipziger Volkszeitung bestätigte am Dienstag allerdings der an der Uni in Münster wirkende Historiker Professor Eduard Mühle, dass er für das Spitzenamt kandidiert.

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