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Bildung Uni-Leipzig-Team kehrt von Polarexpedition aus Nord-Kanada zurück
Leipzig Bildung Uni-Leipzig-Team kehrt von Polarexpedition aus Nord-Kanada zurück
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10:41 27.05.2014
Endlich zurück: Forscher sind mit neuen Ergebnissen zum akrtischen Klima zurück. Quelle: Universität Leipzig
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Leipzig

Getauft wurde die internationale Messkampagne auf den Namen RACEPAC (Radiation-Aerosol-Cloud Experiment in the Arctic Circle).

Forscher aus Mainz, Clermont-Ferrand (Frankreich), des Forschungszentrums Jülich, des Karlsruher Instituts für Technologie, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, des Alfred Wegener Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) waren an der Polarexpedition beteiligt. Unter der Leitung von Manfred Wendisch vom Leipziger Institut für Meteorologie (LIM) wurden Messungen vorgenommen und das Phänomen des verstärkten Klimawandels in der Arktis erforscht.

Wolken als entscheidender Teil des komplexen Klimasystems

„Der globale Klimawandel zeigt sich im Polargebiet mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen und einem drastischen Rückgang der Meereisbedeckung noch deutlicher als anderswo auf der Welt“, sagt André Ehrlich vom LIM, der die wissenschaftlichen Arbeiten vor Ort koordinierte. So sei ein Temperaturanstieg nördlich des 67. Breitengrades von zwei bis drei Grad Celsius festgestellt worden.

Wie die Forscher erklären, sind Wolken dabei ein bedeutender, aber bei weitem noch nicht ausreichen gut verstandener Parameter des komplexen Klimasystems. Durch den hellen Untergrund und die niedrige Sonne wirken tiefe Wolken in der Arktis im Gegensatz zu ihrem mitteleuropäischen Artgenossen erwärmend. Diese Besonderheiten sowie der vielschichtige Aufbau der Wolken, die Eiskristalle und auch flüssige Wassertropfen enthalten können, waren dabei sehr interessant für die Wissenschaftler.

Forschungsflugzeuge und Bodenstation

Wolkenverteilung auf der Erde. Quelle: Universität Leipzig

Um arktische Wolken und deren Wirkung im arktischen Klimasystem möglichst genau zu charakterisieren, wurden zwei Forschungsflugzeuge mit einer Vielzahl hochmoderner Messgeräte ausgestattet. Neben Vermessungsapparaten waren auch Fernerkundungsinstrumente an Bord, die Aussagen über die Strahlungseigenschaften und die damit verbundene erwärmende Wirkung zuließen.

Zu den Flügen kamen weitere Daten von einer Bodenstation, die nahe der Küste zum Arktischen Ozean stationiert war. „Mit diesen Messungen soll unter anderem herausgefunden werden, wie die bodennahe Luft zur lokalen Wolkenbildung beiträgt“, erklärt Stephan Borrmann, leitender Wissenschaftlicher von der Universität Mainz.

Gleichzeitige Messung und Analyse

Das einmalige an der Expedition des RACEPAC-Projekts war eine gleichzeitige Messung der Strahlungseigenschaften und des Wolkenaufbaus durch die beiden Forschungsflugzeuge. „Mit dieser Strategie wollen wir die verschiednen Messgrößen besser verknüpfen, um die gewonnen Ergebnisse künftig einfacher in Wetter- und Klimamodelle einbinden zu können“, erläutert Physiker Andreas Herber vom Alfred-Wegener-Institut.

Weitreichende Schlussfolgerungen aus den Messungen erwarten die Wissenschaftler innerhalb der nächsten zwei Jahre, nachdem die Daten im Detail analysiert wurden. Erste direkte Erkenntnisse gibt es jedoch schon: Als Resümee der Polarexpedition stellten die Forscher fest, dass die Wolken weitaus unterschiedlicher waren, als es nach den bisherigen Vorstellungen zu erwarten gewesen wäre.

Olivia Jasmin Czok

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