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Bildung Uni Leipzig stellt Pläne für neue Fakultät "Lebenswissenschaften" vor
Leipzig Bildung Uni Leipzig stellt Pläne für neue Fakultät "Lebenswissenschaften" vor
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00:22 11.11.2017
Im Botanischen Garten der Leipziger Uni wurde jetzt das Zukunftskonzept der Fakultät für Lebenswissenschaften vorgestellt.   Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

 Sie sollen perspektivisch an den Hauptstandorten im Bereich Brüder-,Tal- und Stephanstraße, an der Johannisallee und am Deutschen Platz zusammengeführt werden. Konkret würde das langfristig wohl bedeuten, dass die bisher im Städtischen Kaufhaus in der City ansässigen Psychologen umziehen. Unter der Rubrik „Weiterentwicklung des Studienangebotes“ ist schon eine wesentliche Veränderung im Bereich Biologie für das Wintersemester 2018/19 avisiert. Die Masterausbildung soll dabei auf drei Schwerpunkte konzentriert und den Kommilitonen so größere Wahlmöglichkeiten eröffnet werden.

Fürs Bio-Lehramt strebt die Fakultät den Umbau des Curriculums an, bedingt auch durch den Wegfall der Professur für Humanbiologie 2019. Hier müsse die entstehende Lücke in der Lehrkompetenz geschlossen werden, heißt es in dem Dossier. Gleiches gelte für die Mikrobiologie, wo in zwei Jahren die Professur für Mikrobiologie und Bio-Verfahrenstechnik auslaufe. Als Herausforderung für die bis 2022 anstehenden Neuberufungen – etwa für Pflanzenphysiologie, molekulare Evolution und Systematik der Tiere sowie für synthetische Proteinchemie – wird die Passfähigkeit zu den wissenschaftlichen Profillinien angesehen. Grundlegend verankert sei die Forschung der Fakultät an drei Zentren, wird in dem Konzept konstatiert. Konkret handelt es sich zum einen um das von den Unis Leipzig, Halle und Jena betriebene Biodiversitäts-Forschungszentrum mit derzeitigem Stammsitz in der Biocity am Deutschen Platz. Und zum anderem um die zwei Fakultätszentren, die sich mit den molekularen Wechselwirkungen in der Biomedizin und Biotechnologie beziehungsweise mit Fragestellungen im Rahmen der Neuro- und Verhaltenswissenschaften befassen.

Um deren Innovationskraft zu erhalten, wird angemahnt, dass mehr der eingeworbenen Forschungsgelder an der Fakultät verbleiben. Pro Jahr liegt das sogenannte Drittmittelaufkommen bei etwa 14 Millionen Euro. Angestrebt wird – gemeinsam mit den Medizinern – die Gründung einer Graduiertenschule zum Komplex „Nachhaltige Grundlagen für Leben und Gesundheit“. Derzeit gibt es an der Fakultät rund 500 Doktoranden und 1700 Kommilitonen in neun Studiengängen. Die Personalstärke liegt bei 321 Beschäftigten, darunter 28 Professoren.

Von Mario Beck

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