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Bildung Uni Leipzig sucht neue Geldquellen - Schückings Führungsriege ist komplett
Leipzig Bildung Uni Leipzig sucht neue Geldquellen - Schückings Führungsriege ist komplett
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10:10 13.04.2011
Nach dem Scheitern in der Exzellenzinitiative zählt für die Uni jeder Euro. Quelle: dpa
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Leipzig

r. Aber wenn ihr die Bildung wirklich wichtig ist, muss die Regierung reagieren - und in diesem Bereich weniger kürzen als in anderen", sagte der neue Prorektor für Entwicklung und Transfer, Thomas Lenk, am Mittwoch. Er will daher die Kontakte der Uni zur Landesregierung intensivieren. Persönlich hat Lenk bereits einen guten Draht nach Dresden: Der frühere Mitarbeiter von Bert Rürup hat Sachsen bei den Solidarpakt-Verhandlungen unterstützt.

Reichlich einen Monat nach dem Amtsantritt der Medizinerin Beate Schücking als erste Rektorin in der Geschichte der Hochschule hatte der Senat am Dienstag die drei Prorektoren gewählt. Die Professoren Claus Altmayer (54), Matthias Schwarz (43) und Thomas Lenk (52) bilden in den kommenden fünf Jahren zusammen mit Schücking (55) und Kanzler Frank Nolden (47) die Führungsriege an Sachsens zweitgrößter Uni.

Beate Schücking ist seit kurzem Rektorin der Universität Leipzig. Quelle: Universität Osnabrück

„Wir werden sicherlich Bereiche drastisch verkleinern müssen", sagte die Rektorin mit Blick auf die Finanzlage. Um effizient zu sparen, habe sie mit benachbarten Hochschulen Kontakt aufgenommen.

„Mit der TU Dresden etwa haben wir viele gemeinsame Interessen, wir könnten zusammen Großgeräte betreiben", sagte Schücking. Auch den „alten Dreierbund" der Universitäten Halle, Jena und Leipzig wolle sie wiederbeleben. „Wir müssen uns absprechen, welche Schwerpunkte Sinn machen, damit wir uns ergänzen", sagte Schücking.

Trotz der Sparzwänge fordert die neue Chefin der 600 Jahre alten Universität den Freistaat auf, ein „Holen und Halten"-Programm für Professoren zu finanzieren. „Wir müssen gute Professoren ins Land holen - und mit einer guten Ausstattung hier halten." Prorektor Schwarz will ein Berufungskonzept entwickeln. „Wir wollen mit geschickten, guten Neuberufungen die Qualität an der Uni verbessern", sagte er.

Die neuen Prorektoren der Universität Leipzig: Prof. Dr. Matthias Schwarz, Prof. Dr. Thomas Lenk und Prof. Dr. Claus Altmayer Quelle: Armin Kühne

Schwarz sucht zudem nach dem Scheitern bei der Exzellenzinitiative neuen Quellen zur Finanzierung der Forschung. „Nach dem Dämpfer, den wir bekommen haben, stehen wir jetzt vor einem Neuanfang", sagte der neue Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung. „Wir müssen nun nach vorne gucken und dürfen uns nicht beirren lassen. Es gibt immer wieder Möglichkeiten."

Denkbar sei etwa, EU-Förderprogramme zu nutzen. Der Industrie- und Forschungs-Ausschuss des EU-Parlaments hatte am Montag eine Verdopplung der Ausgaben für Forschung beschlossen: von 52 Milliarden Euro seit 2007 bis 2013 auf 100 Milliarden Euro von 2014 bis 2020.

Sophia-Caroline Kosel, dpa

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