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Bildung Uni-Rektorwahl: Professor aus Münster kandidiert für Spitzenposten
Leipzig Bildung Uni-Rektorwahl: Professor aus Münster kandidiert für Spitzenposten
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12:22 07.10.2015
 Professor Eduard Mühle   Quelle: Uni Münster
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Leipzig

 Der an der Universität in Münster wirkende Historiker Professor Eduard Mühle ist einer der zwei externen Bewerber für den Rektorenposten der Leipziger Uni. Er bestätigte am Dienstag entsprechende LVZ-Recherchen. „Ja ich habe mich beworben“, erklärte der 57-Jährige, der zurzeit an einer Tagung im tschechischen Brünn teilnimmt, auf Anfrage.

Mühle hat in Münster den Lehrstuhl für die Geschichte Ostmitteleuropas und Osteuropas inne. Er gilt als Experte der früh- und hochmittelalterlichen Stadt- und Herrschaftsgeschichte bei den Ost- und Westslaven sowie der ostmitteleuropäischen Zeitgeschichte und hat umfangreiche akademische Erfahrungen.

Im niedersächsischen Bad Rothenfelde geboren, studierte Mühle Geschichte, Slavistik, Philosophie und Theologie, promovierte 1989 in Münster und habilitierte 2004 in Marburg. Von 2008 bis 2013 leitete er das Deutsche Historische Institut in Warschau. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Wie berichtet, hatte der von Professor Reinhold Grimm geleitete Hochschulrat die uni-internen Anwärter für den Posten nicht auf die Vorschlagsliste gesetzt. Zur Wahl stellen wollten sich Professorin Beate Schücking, die der Uni seit Februar 2011 als Rektorin vorsteht, sowie der Dekan der Fakultät für Physik und Geowissenschaften Professor Jürgen Haase. Die Rektorstelle ist zum 1. März 2016 neu zu besetzen, die Wahl durch den erweiterten Senat soll noch im Oktober 2015 erfolgen.

Seit Schücking ihre Ablehnung durch den Hochschulrat publik gemacht hatte, schlagen die Wogen hoch. Jüngst hatte der Senat in einem Brief an Grimm einen Listenplatz für Schücking gefordert. Auf der Vorschlagsliste können bis zu drei Kandidaten benannt werden.

 Nach LVZ-Informationen sollen sich die Senatoren brieflich auch ans Wissenschaftsministerium gewandt haben. Allerdings wurden die Schreiben abgesandt, nachdem das Gremium in seiner alten Zusammensetzung letztmalig getagt hatte. Am Dienstag konstituierte es sich neu, bei einer Sondersitzung am nächsten Dienstag soll die Rektorfrage auf der Tagesordnung stehen. Auch Grimm wird dabei sein und die Entscheidung des Hochschulrates begründen. Spätestens dann dürfte auch der Name des zweiten Kandidaten durchsickern.

Von Mario Beck

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