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Bildung Uni-Rektorwahl in Leipzig: Hochschulrat nominiert Schücking und zwei Externe
Leipzig Bildung Uni-Rektorwahl in Leipzig: Hochschulrat nominiert Schücking und zwei Externe
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23:46 14.12.2016
Für die Rektorwahl an der Leipziger Uni sind jetzt drei Kandidaten nominiert, darunter Amtsinhaberin Beate Schücking.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

Bei dem vor einem Jahr an der Alma mater nach heftigem Gremienzoff gescheiterten Wahlverfahren hatte der Hochschulrat für zwei externe Kandidaten grünes Licht gegeben, Schücking hingegen nicht auf die Vorschlagsliste gesetzt. Letztlich machten die zwei Nominierten – die Geschichtsprofessoren Eduard Mühle aus Münster und Tassilo Schmitt aus Bremen – entnervt einen Rückzieher. Im August 2016 wurde die Stelle erneut ausgeschrieben. Sieben Bewerbungen gingen ein, vier davon befand die Findungskommission als respektabel, der Hochschulrat sortierte nun weiter aus und legte die Dreierliste dem Senat vor. Dieser befasst sich nun mit den Wahlvorschlägen.

Die Medizinerin Schücking, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feierte, steht der Uni seit März 2011 vor und ist in der mehr als 600-jährigen Geschichte der Alma mater die erste Frau an ihrer Spitze. Sie stammt aus Kassel und hatte vor ihrem Wechsel nach Leipzig an der Universität Osnabrück die Professur für Gesundheits- und Krankenlehre inne. Bei der damaligen Wahl zur Rektorin setzte sie sich gegen Sabine Kunst von der Uni Potsdam durch, die später zur Wissenschaftsministerin in Brandenburg aufstieg. Die jetzt antretenden Konkurrenten sind ausgewiesene Experten ihres jeweiligen Faches und bringen auch hochschulpolitische Erfahrungen mit.

Seit 2012 gehört Schleiff als einer der Vizepräsidenten der Uni in Frankfurt zu deren Leitungsmannschaft. 2007 übernahm der gebürtige Berliner in der Mainmetropole den Lehrstuhl für molekulare Zellbiologie der Pflanzen. Seine akademische Laufbahn begann der 45-Jährige mit dem Physikstudium in Prag und Mainz, verlegte dann seinen Schwerpunkt auf die Biologie. Nach der Promotion in Kanada und der Habilitation in München leitete Schleiff eine Forschergruppe an der dortigen Ludwig-Maximilians-Universität. Wissenschaftlich ist er an einem Sonderforschungsbereich und einem Exzellenzcluster beteiligt.

Mit Jan Palmowski geht ein renommierter Historiker ins Rektor-Rennen, der in diesem Jahr auch mit einem Buch auf sich aufmerksam machte. Beim hiesigen Christoph Links Verlag erschien sein Band „Die Erfindung der sozialistischen Nation – Heimat und Politik im DDR-Alltag“. Der 51-Jährige ist gebürtiger Waliser, studierte Geschichte und Wirtschaftswissenschaften in York, promovierte in Oxford und war später am namhaften Kings College in London aktiv. Seit 2013 hat er in Warwick den Lehrstuhl für neuere Geschichte inne. Zudem agiert er als Generalsekretär der Vereinigung europäischer Forschungsuniversitäten.

Der Ball liegt nun beim akademischen Senat – er muss eine Stellungnahme zu der Dreierliste abgeben. Möglichst soll das sogenannte Benehmen mit dem Hochschulrat hergestellt werden, um im Wahlverfahren voranzukommen. Schlussendlich fällt dann der erweiterte Senat mit seinen rund 90 Mitgliedern die Entscheidung. Wenn alles glatt läuft, könnte im Januar oder Februar das Votum erfolgen. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre.

Von Mario Beck

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