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Uni-Studie: Menschen reagieren auf eigenen Handyton am schnellsten

Uni-Studie: Menschen reagieren auf eigenen Handyton am schnellsten

Wissenschaftler der Universität Leipzig haben herausgefunden, dass auf den Klingelton des eigenen Mobiltelefons viel schneller reagiert wird, als auf fremde Klingeltöne.

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Auf Töne des eigenen Mobiltelefons reagieren die Besitzer am schnellsten.

Quelle: Norman Rembarz

Leipzig. Wie die Alma mater am Freitag mitteilte, wurden für eine Doktorarbeit zwölf Testpersonen untersucht. Das Ergebnis wurde im Fachmagazin "Journal of Neuroscience" veröffentlicht.

Im Rahmen ihrer Doktorarbeit untersuchte Anja Roye die Reaktion von zwölf Testpersonen auf den Klingelton ihrer eigenen Handys. Unterstützt wurde sie von Professor Erich Stöger vom Institut für Psychologie I der Leipziger Uni und Professor Thomas Gruber von der Universität Osnabrück. Ausgangspunkt der Untersuchungen war die Beobachtung, dass persönlich sehr bedeutende Reize wie die Nennung des eigenen Namens scheinbar bevorzugt verarbeitet werden. Diese Beobachtung sollte wissenschaftlich belegt werden.

Dazu erstellten die Forscher von den Probanden sogenannte Elektroencephalogramme. Bei diesem Verfahren wird die elektrische Aktivität des Gehirns gemessen. Die Personen hörten während der Messung ihre eigenen SMS-Signale. "Diese sind relativ kurz und gleich zu Reizbeginn gut zu unterscheiden", erklärte Roye. Das sei für die Auswertung und Interpretation der Messungen wichtig.

Die aufgezeichnete Hirnantwort wurde dann mit der Reaktion auf fremde Handytöne verglichen. Dabei zeigte sich, dass die Testpersonen auf das eigene Klingeln bereits nach 40 Millisekunden reagierten, bedeutend früher als auf Töne fremder Mobiltelefone. Die Resultate wurden nach Angaben der Forscher nicht von äußeren Reizen wie einem Film beeinträchtigt.

"Unserer Ansicht nach zeigen die Ergebnisse, wie sehr das menschliche Gehirn in der Lage ist, Verknüpfungen und die Kommunikation zwischen Neuronen erfahrungsabhängig zu verändern", so Roye. Die Wissenschaftler nehmen an, dass wahrgenommene Reize sehr schnell mit einer Art Schablone abgeglichen werden können, eventuell bevorzugt Aufmerksamkeit erregen und eine schnelle Reaktion zur Folge haben. Diesem Thema solle in weiteren Studien nachgegangen werden, so Professor Schröger.

Reik Anton

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