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Bildung Uni hofft auf neues Medizin-Zentrum für Adipositas-Kranke
Leipzig Bildung Uni hofft auf neues Medizin-Zentrum für Adipositas-Kranke
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18:22 30.11.2009
Nach dem Aufbau des Translationszentrums für regenerative Medizin (TRM) an Leipzigs Uni besteht jetzt die Chance auf die Ansiedelung eines integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum für Adipositas-Erkrankungen. Quelle: dpa
Leipzig

Ein internationales Gutachtergremium des Bundesforschungsministeriums (BMBF) hat empfohlen, hier ein integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum für Adipositas-Erkrankungen (IFB) einzurichten, das zunächst über fünf Jahre mit 24 Millionen Euro gefördert wird.

„Wir sind damit auf gutem Weg, als fünfter von acht deutschen Uni-Standorten einen IFB aufbauen zu können“, sagte Projektleiter Professor Michael Stumvoll, der Direktor der Uni-Klinik für Endokrinologie und Nephrologie.

Laut Stumvoll soll das IFB künftig diverse Wissenschaftlergruppen zum Thema Übergewicht und begleitende Krankheiten unter einem Dach vereinen. Ergebnisse aus der Forschung könnten so schnell für Patienten nutzbar gemacht werden. Es gehe um individuelle Behandlungskonzepte, die sich mehr als bisher auf den Einzelnen und sein persönliches Umfeld beziehen, so Stumvoll, der anderthalb Jahre zusammen mit zahlreichen Experten verschiedener Fakultäten und des Klinikums am IFB-Konzept feilte.

Dass es tragfähig ist, wurde ihnen schon bei einer Vorbegutachtung im Frühjahr 2009 bescheinigt. Die nun vorliegende Förderempfehlung durch das BMBF hält Stumvoll „für einen Meilenstein auf dem Weg zur endgültigen Genehmigung“.

Übergewicht und Fettleibigkeit sowie die damit zusammenhängenden Erkrankungen gehören zu den größten medizinischen Herausforderungen der Gegenwart. An der Leipziger Uni wird seit rund zehn Jahren auf diesem Gebiet erfolgreich wissenschaftlich wie klinisch gearbeitet. Beispielsweise gibt es hier das einzige von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützte Verbundprojekt zu diesem Themenschwerpunkt.

Auch die strukturierte Therapie von adipösen Kindern und Jugendlichen, die konservative als auch chirurgische Behandlungen einschließt, sowie die klinische und Grundlagenforschung zum kindlichen Übergewicht, die an der Uni betrieben werden, gelten bundesweit als wegweisend. Das IFB soll mit der sächsischen Landesexzellenzinitiative namens Life vernetzt werden. Auf dieser Basis könnte die Alma mater zu einer internationalen Spitzenhochschule bei der Erforschung von Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen werden, erklärte Stumvoll.

Bereits 2006 warb die Uni mit dem TRM ein hochkarätiges Vorhaben ein, für das Bund und Land 20 Millionen Euro zur Verfügung stellten. Inzwischen ist diese Einrichtung bundesweit eine erste Adresse auf dem Gebiet der regenerativen Medizin.

Mario Beck

Mario Beck

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