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Uni verbessert sich beim Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Förderatlas Uni verbessert sich beim Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Der sogenannte Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft gilt als wichtiger Indikator für die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der Hochschulen. Leipzigs Uni kam beim letzten Ranking auf Platz 38 ein. Nun erreichte sie Rang 31.

Uni-Campus am Augustusplatz – die Alma mater hat bei der Forschungsstärke zugelegt.

Quelle: André Kempner

Leipzig. In der Rangliste der durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell geförderten Projekte hat die Leipziger Universität ihre Platzierung deutlich verbessern können. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten DFG-Förderatlas hervor. Er gilt als wichtiger Indikator für die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit an den 427 Hochschulen in der Bundesrepublik. An dem Ranking lässt sich ablesen, wie viel Geld die DFG für Projekte an der jeweiligen Akademikerschmiede bewilligte.

In der jüngsten Ausgabe des Rankings, die sich auf den Zeitraum von 2011 bis 2013 bezieht, kommt die Leipziger Uni erheblich besser weg als bei der letzten Statistik, die die Jahre von 2008 bis 2010 umfasste. Damals landete die Alma mater bei der Einwerbung von DFG-Drittmitteln auf Platz 38, nunmehr konnte sie sich auf Rang 31 vorarbeiten.

Finanziell drückte sich das von 2011 bis 2013 durch bewilligte DFG-Mittel in Höhe von 85,3 Millionen Euro aus. Trotz des Erfolges bleibt jene Zielmarke in weiter Ferne, die Rektorin Beate Schücking bei ihrem Amtsantritt im Februar 2011 vorschwebte. Mindestens Position 20 hatte sie damals perspektivisch in den Blick genommen. Allerdings hat die Universität auch mit zwei Handicaps zu kämpfen. Zum einen fehlen ihr die Ingenieurwissenschaften, zum anderen konnte sie vor vier Jahren bei der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder nicht punkten wie beispielsweise den Technische Universität Dresden, die den Elite-Status bekam. Für sie zahlte sich das kräftig aus. Rund 191 Millionen Euro an DFG-Geldern flossen von 2011 bis 2013 an die Uni in der sächsischen Landeshauptstadt und sie kam im Ranking nunmehr auf Platz zehn ein. Spitzenreiter bleibt weiter die Ludwig-Maximilians-Universität in München, gefolgt von der Uni Heidelberg und der Technischen Hochschule Aachen.

Zu verdanken hat die Leipziger Uni ihre Verbesserung vor allem den Geistes- und Sozialwissenschaften. Hier kam sie auf Rang 17 ein, beim vorherigen Ranking hatte sie noch Position 21 inne, auf dem nun die TU Dresden rangiert. In der Kategorie Lebenswissenschaften verharrt die Alma mater auf Position 26, bei den Naturwissenschaften rutschte sie um eine Platz nach unten. Von Rang 32 auf 33.

Die von der DFG von 2011 bis 2013 für die Uni bewilligten 85,3 Millionen Euro stammen vom Bund und von der Europäischen Union. Der Bund steuerte 63,6 Millionen Euro bei, der Rest kam von der EU. Auffällig ist das anteilig große Fördervolumen für die Biologie, dass sich vor allem mit dem 2012 in Leipzig gegründeten Integrativen Zentrums für Biodiversitätsforschung (Idiv) erklärt.

Die Einrichtung wird gemeinsam von den Universitäten Leipzig, Halle und Jena sowie zahlreichen Kooperationspartnern betrieben, hat ihren Sitz derzeit in der Biocity am Deutschen Platz und soll – wie berichtet – nun doch einen Neubau auf dem Gelände der Alten Messe bekommen. Im Juli war das vertraglich vereinbart worden. Besondere Stärke beweist die Alma auch bei der Medizin. Hier konnte sie im betrachteten Zeitraum unter anderem einen neuen Sonderforschungsbereich eröffnen.

Von Mario Beck

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