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Bildung Universität Leipzig bietet Patenschaften für Paulinum-Stühle an – Plakette für 500 Euro
Leipzig Bildung Universität Leipzig bietet Patenschaften für Paulinum-Stühle an – Plakette für 500 Euro
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15:35 08.10.2013
Die Uni Leipzig bietet Patenschaften für die Paulinum-Stühle an. Quelle: Volkmar Heinz
Leipzig

700 Plätze stehen zur Verfügung, und die ersten Interessenten gibt es schon.

„Wir möchten eine Verbindung schaffen zwischen Stadt und Universität“, sagt Manuela Rutsatz, die die Stuhlpaten-Aktion für die Uni Leipzig koordiniert. Für eine Spende von 500 Euro werden Plaketten an den Sitzmöbeln angebracht, und zur Eröffnung des Paulinum am 2. Dezember 2014 will die Uni schon möglichst viele Stühle damit ausstatten können.

„Leider kann man die Stühle noch nicht zeigen“, sagt Rutsatz. Für die Ausschreibung gebe es vor allem pragmatische Vorgaben, sagt Rutsatz: Die Sitze müssen stapelbar sein, denn sie werden für Veranstaltungen, Feste und Gottesdienste flexibel eingesetzt. Ob die Möbel aus Holz, Metall oder anderem Material sein werden, ist noch offen. Im März 2014 könne man Genaueres sagen.

Patenschaftsgeld für Veranstaltungen

Klar ist aber: Wer eine Patenschaft erworben hat, ist solange dabei, wie der Stuhl im Paulinum Bestand hat, so die Uni. Außerdem bekommt jeder Stuhlpate eine Urkunde und wird in die Fördererliste auf der Webseite der Universität eingetragen. Das Patengeld, im optimalen Fall 350.000 Euro, fließt „in die Belebung der Aula“, erklärt Rutsatz.

Neben Andachten sollen Vorträge und Feste, Kongresse und Konzerte ihren Platz in dem herausragenden Campus-Gebäude nach Plänen von Erick van Egeraat und Architekten finden. „Das Paulinum soll nicht nur geistiges Zentrum für die Universität, sondern auch für die Stadt sein“, so Rutsatz.

Die Leipziger Universität hofft, Unternehmen und Privatleute für die Idee zu begeistern. Der erste Anlauf über den Alumni-Newsletter für ehemalige Leipziger Studenten war erfolgreich, Zahlen möchte die Universität zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht nennen. Eine Anregung aus dem Kreis der Ehemaligen wird auf jeden Fall umgesetzt: Für den Zusatz „Alumna“ oder „Alumnus“ soll auf der kleinen Plakette unbedingt Platz sein.  

Das Paulinum wurde errichtet an Stelle der 1968 nach einem Beschluss des SED-Regimes gesprengten Universitätskirche St. Pauli. Die Fakultät für Mathematik und Informatik ist bereits in die oberen Geschosse des Neubaus eingezogen. Im Erdgeschoss sind Aula und Andachtsraum durch eine Glaswand getrennt. Damit wurde ein Kompromiss umgesetzt, der Kritikern vor allem aus Kirchenkreisen nach wie vor ein Dorn im Auge ist.

Evelyn ter Vehn

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