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Bildung Universität Leipzig verzeichnet Bewerberrekord – Rektorin kritisiert Sparmaßnahmen
Leipzig Bildung Universität Leipzig verzeichnet Bewerberrekord – Rektorin kritisiert Sparmaßnahmen
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15:10 15.10.2014
Luftaufnahme Uni Leipzig Campus Augustusplatz
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Leipzig

Das sei eine Steigerung um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte die Uni am Mittwoch mit. Mehr als die Hälfte der Studienwünsche kommen inzwischen aus den westlichen Bundesländern.

Allerdings erhielten nur 7200 Bewerber tatsächlich einen Studienplatz. Jeder dritte Neuling stammt aktuell aus Westdeutschland, elf Prozent sind Ausländer. „Wir könnten die Uni weiter ausbauen, wenn wir das Personal hätten“, sagte Rektorin Beate Schücking. Spitzenreiter bei den Studienwünschen war die Psychologie, wo auf einen Platz 68 Bewerber kamen. Entgegen den Prognosen seien die Studierendenzahlen gestiegen und nicht gesunken, sagte Schücking.

„Bei aller Freude über Rekordwerte: Das Entscheidende ist, dass wir weiterhin eine Ausbildung auf dem gewohnt hohen Niveau anbieten können, bei der größtmöglichen Bandbreite an Fächern.“ Mit harten Einschnitten, wie sie der vom Land betriebene Stellenabbau nach sich ziehe, sei das kaum zu machen.

Beate Schücking, Rektorin der Uni Leipzig. Quelle: Matthias Schaette

Schücking appeliert an die künftige sächsische Landesregierung, das bisherige Spardiktat für die Hochschulen aufzugeben. Nach dem positiven Beispiel von Hessen und Bremen sollten die freiwerdenden Bafög-Millionen ganz und gar den Hochschulen zukommen, um den geplanten Stellenabbau zu stoppen, unterstrich Schücking am Mittwoch. Die Bundesregierung will ab 2015 den Länderanteil der Bundesausbildungsförderung komplett übernehmen. Sachsen spart damit 80 Millionen Euro, die bisher zu einem Drittel ins Schüler-Bafög und zu zwei Dritteln ins Studenten-Bafög fließen. Nach den bisherigen Plänen sollen die sächsischen Hochschulen bis 2020 insgesamt 1042 Stellen einsparen.

Generell ist das Studium an Sachsens Hochschulen und Universitäten beliebt: Mehr als 25.000 Erstsemester wurden zum Wintersemester immatrikuliert. Allein an der TU Dresden, Sachsens größter Uni, haben rund 9000 Erstsemester ein Studium aufgenommen. Fast 60 Prozent kommen aus Ostdeutschland, gut ein Viertel aus dem Westen und 15,5 Prozent aus dem Ausland. Dabei ist die Exzellenzuni vor allem bei Chinesen die erste Adresse.

Die TU Chemnitz immatrikulierte mehr als 2500 Studienanfänger. Dabei erhöhte sich der Anteil der Westdeutschen nach Angaben der Hochschule um mehr als 15 Prozent und der Ausländer sogar um mehr als 60 Prozent. Das unterstreiche, dass die TU Chemnitz auch außerhalb von Sachsen hohes Ansehen genieße, sagte Rektor Arnold van Zyl. Die meisten Ausländer stammen aus China, Indien, Brasilien, der Türkei und dem Nachbarland Tschechien.

agri / dpa

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