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Universität macht Zugeständnisse: Studenten lösen Blockade des Rektorats auf

Universität macht Zugeständnisse: Studenten lösen Blockade des Rektorats auf

Die Blockade des Rektorats der Universität Leipzig ist vorbei. Kurz nach 15 Uhr hatten Rektor Franz Häuser, drei Prorektoren und Kanzler Frank Nolden am Donnerstag schriftlich zu den Forderungen der Studenten Stellung genommen.

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Uni-Rektoren geben Bundesländern die Schuld an Protesten

Die Studenten lösten die totale Blockade des Uni-Rektorats auf, nachdem de Verantwortlichen schriftlich auf ihre Forderungen reagiert hatten.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. "Sie haben darin Zugeständnisse gemacht", sagte ein Besetzer gegenüber LVZ-Online. Die Totalblockade, die am Donnerstagmorgen begonnen hatte, wurde sofort aufgelöst. Das Gebäude bleibe aber noch bis zum Ende des Ultimatums der Universitätsleitung am Freitag besetzt, um "Raum für Debatten und Diskussionen" zu bieten, wie es hieß.

Mit der schriftlichten Stellungnahme komme die Universität den Studenten in zentralen Punkten entgegen, so ein Sprecher. Unter anderem sichert das Rektorat zu, eine Überprüfung versteckter Studiengebühren, etwa in Form von Kosten für Sprachkurse, in die Wege zu leiten. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "In Sachsen werden keine Studienbeiträge erhoben." Auch solle die Prüfungslast reduziert und der Erhalt kleinerer Fächer gesichert werden. In zwei Wochen werde es eine studentische Vollversammlung geben. Ein genauer Termin stehe jedoch noch nicht fest. Zu dem Papier der Universitätsleitung sagte Universitätssprecher Tobias Höhn: "Das ist eine Stellungnahme und kein Beschluss." Rektor Franz Häuser selbst wollte sich am Donnerstag nicht mehr äußern. Ziel der Erklärung sei es gewesen, so der Sprecher, die Fronten nicht verhärten zu lassen. "Für viele Anliegen ist das Rektorat aber ohnehin der falsche Adressat."So könne die Universität zum Beispiel nicht über die Erhebung oder Abschaffung von Studiengebühren entscheiden. Auch die Frage nach einem "studentischen Konsul" - also einem studentischen Vertreter im Rektorat - müsse rechtlich vom Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst geprüft werden. Das geschehe bereits.Ein Sprecher der Teilnehmer an der Rektorats-Blockade sagte, dass die Meinung über die Stellungnahme unter den Studenten geteilt sei. "Einige begrüßen das Papier, sehen aber noch Gesprächsbedarf. Andere kritisieren die zahlreichen Einschränkungen", so der Sprecher.Nach eigenen Angaben hatten rund 50 Studenten am Donnerstagmorgen das Rektorat der Universität komplett blockiert. Bereits seit Montag gab es Protestaktionen im Rektorat. An der Leipziger Universität, sie ist die größte in Sachsen, studieren knapp 30.000 Studenten in 100 verschiedenen Studiengängen

jap / dpa

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