Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bildung Universitätsklinikum unterstützt ukrainisches Krankenhaus mit Sachspende
Leipzig Bildung Universitätsklinikum unterstützt ukrainisches Krankenhaus mit Sachspende
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:35 20.04.2010
Anzeige
Leipzig

Joachim Schenk, ehrenamtlicher Mitarbeiter von Maranatha, freut sich, die Betten bald dahin bringen zu können, wo sie dringend benötigt werden: „Die Ausstattung der Krankenhäuser in den Staaten Ost- und Südosteuropas ist geradezu bemitleidenswert. Da kommen die Betten wie gerufen.“

Insgesamt spendet das Uniklinikum 180 Betten, 206  Nachttische, 41 Schränke und zwei Gerätewagen. Die Ausstattung stammt aus dem alten Bettenhaus in der Liebigstraße und ist noch voll einsatzfähig. Mit dem Umzug in das 2009 eröffnete Zentrum für Innere Medizin, Neurologie und Nuklearmedizin waren die Stationen neu ausgestattet worden. Vieles aus dem alten Bettenhaus wurde nicht mehr benötigt und wäre entsorgt worden.

180 Klinikbetten und weiterer Einrichtung spendet das Uniklinikum Leipzig einem Krankenhaus in Vinogradovo im Süden der Ukraine. Die Hilfsorganisation Maranatha-Help wird den Transport übernehmen, der Kontakt kam über eine ehemalige Mitarbeiterin des Klinikums zu Stande. Durch den Abriss des alten Bettenhauses wurde die Ausstattung nicht mehr benötigt.

Der Kontakt zwischen Uniklinikum und Hilfsorganisation war durch eine langjährige Mitarbeiterin des Leipziger Klinikums zu Stande gekommen. Reinhild Melcher, jetzt im Ruhestand, hatte den Umzug als ihr letztes Projekt betreut. „Von daher wusste ich, dass die künftige Ausstattung der Stationen auf dem neuesten Stand erfolgt. Als ich dann meinem Nachbarn in Naunhof, Joachim Schenk, davon erzählte, war er hell auf begeistert.“ Nach kurzen Absprachen mit den Verantwortlichen am Uniklinikum, einigte man sich mit Schenk, ehrenamtlicher Mitarbeiter der christlichen Hilfsorganisation Maranatha-Help mit Sitz in Prag.

Schenk betont, wie sehr die Hilfslieferungen in den Krankenhäusern in der Ukraine, Bulgarien, der Slowakei und Rumänien benötigt werden. Am dringendsten werden Desinfektionsmittelspender und Infusionsständer gebraucht. Aber auch einfache Nachtschränke, Tische und Stühle sind willkommen. Aus diesem Grund wird am Leipziger Uniklinikum nun weiter sorgfältig geprüft, welche Ausstattungsteile mit der Demontage des alten Bettenhauses noch gespendet werden können. „Wir wissen jetzt durch den guten Kontakt zu Hilfsorganisationen, wo der Bedarf liegt“, sagt Elke Matthiaschk vom Universitätsklinikum Leipzig. „Deshalb werden wir bestimmt nichts einfach entsorgen, was anderswo händeringend benötigt wird.“

Florian Ibrügger

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

35 Prozent weniger Schulabgänger als 2009 und Vorurteile im Zusammenhang mit technischen Berufen. Das sind die beiden Eckpfeiler, die ins Zentrum des diesjährigen Girls’ Day in Leipzig rücken.

19.04.2010

Studieren und gleichzeitig einen Roman schreiben - das ist vom nächsten Wintersemester an in Leipzig möglich. Das Deutsche Literaturinstitut startet den neuen Master-Studiengang „Literarisches Schreiben“.

15.04.2010

Ein Rundumschlag gegen Bund, Land und Universitätsrektorat ist das Ergebnis der studentischen Vollversammlung. Rund 300 Teilnehmer trafen sich nach Angaben des Sprechers des Studentenrats (Stura) der Universität Leipzig Simon Feldkamp am Donnerstag im Campus-Innenhof.

15.04.2010
Anzeige