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Bildung Unterwegs für eine Bildungswende - Aktion "Funkenflug" macht Halt in Leipzig
Leipzig Bildung Unterwegs für eine Bildungswende - Aktion "Funkenflug" macht Halt in Leipzig
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23:59 26.05.2013
Jonathan und Alia haben einen Haufen Schüler-Wünsche im Gepäck. Quelle: André Kempner

Knapp 550 Kilometer hatte die Gruppe seit dem Start am 23. April zurückgelegt und 30 Schulen besucht, deren Schüler ihnen ihre Wünsche für ein besseres Bildungssystem auf Papierkärtchen mitgegeben haben.

"Mehr Freiheit wollen die Schüler oft, aber auch weniger Noten-Druck und individuelles Lernen", weiß Jonathan. Der Berliner ist für die Aktion nach Bamberg gefahren und seitdem mit der Freiburger Gruppe unterwegs. Vom Unterricht hat sich der 17-Jährige freistellen lassen. "Ich konnte meine Lehrerin von dem Projekt überzeugen und der Schulleiter war auch schnell dabei", so Jonathan.

Auch bei den Schulen, die die Funkenflieger besuchen, rennen die Wanderer offene Türen ein, obwohl sie nie angemeldet sind. "Unsere Gruppe entscheidet spontan, wo es hingeht und in den Schulen fragen wir dann direkt bei den Leitern an", erklärt die 21-jährige Alia. Abgewiesen wurden die Schüler und Studenten noch nie. "Das gibt auch Kraft weiterzugehen, wenn man sieht, wie unser Anliegen alle Menschen beschäftigt", so die Studentin aus Freiburg.

"Wir haben bei Besuchen in Schulen oft eine Unzufriedenheit der Mädchen und Jungen wahrgenommen", erklärt Dokumentarfilmer Jan Raiber, einer der Initiatoren des Funkenflugs. "Das Projekt hat sich dann über die letzten drei Jahre entwickelt." Als Ziele geben die Funkenflieger ein Wegkommen von Druck, Selektion und Einzelkampf an.

Auch wenn die Schüler-Wünsche in Berlin an Bildungspolitiker übergeben werden sollen, sieht Mitinitiator Krishna Saraswati in dem Projekt keinen Appell an die Politik, vielmehr sollen die einzelnen Schüler angesprochen werden. "Verändern kann man nur etwas, wenn man selbst anpackt und Verantwortung übernimmt", so der 32-jährige Filmregisseur. "Wir wollen niemanden überzeugen, dass das, was wir machen, das einzig Richtige ist. Aber wir wollen Inspiration geben und unseren Funken überspringen lassen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.05.2013

Florian Theis

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