Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -7 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Verspannungen und Wirbelverschleiß: Leipziger Uniklinikum warnt vor „Handynacken“

Verspannungen und Wirbelverschleiß: Leipziger Uniklinikum warnt vor „Handynacken“

Dass übermäßige Computer- und Handynutzung zu Haltungsschäden führen kann, ist eine weit verbreitete Alltagsweisheit. Das Universitätsklinikum Leipzig warnt nun offiziell vor einem sogenannten „Handynacken“.

Voriger Artikel
Sachsens Hochschulen geben Millionen für Sicherheitsdienste aus – Uni Leipzig Spitze
Nächster Artikel
Kehrtwende an der Uni Leipzig: Theater, Archäologie und Pharmazie sollen bleiben

Wer sein Mobiltelefon zu oft und lange nutzt, kann einen Handynacken bekommen. Foto: Mascha Brichta (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Eine amerikanische Studie habe ergeben, dass eine unnatürliche Körperhaltung im Nacken- und Schulterbereich zu Verspannungen und frühzeitiger Abnutzung der Wirbel führen könne.

Auf einen etwa vier bis sechs Kilo schweren Kopf eines Erwachsenen würden bei einer Neigung von rund 15 Grad – wie beispielsweise beim Lesen von Nachrichten auf dem Mobiltelefon – etwa 13 Kilo zusätzlich auf die Wirbelsäule wirken. Je weiter der Kopf geneigt werde, desto größer seien die Kräfte und damit einhergehend die Schäden. Im schlimmsten Fall müsse operiert werden.

Für den Leiter des Bereichs Wirbelsäulenchirurgie der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL, Christoph Heyde, kommen die Ergebnisse nicht überraschend. Diese Form der Überbeanspruchung bekomme er bei der Arbeit recht häufig zu sehen. „Die Muskulatur ist ein lebendiges Gebilde. Wird sie zu stark beansprucht, kann sie durch die unphysiologische Haltung leiden und für weitere Schmerzen oder Verspannungen sorgen.“

Heyde empfiehlt deshalb, das Mobiltelefon von Zeit zu Zeit einfach auszuschalten und wegzulegen. Wer das aus beruflichen Gründen nicht könne, solle zumindest regelmäßige Nutzungspausen machen sowie seine Körperhaltung prüfen und korrigieren. Wichtig seien zudem ausgleichender Sport und andere körperliche Tätigkeiten.

Auch für Kinder und Jugendliche gewinne das Problem des Handynackens stetig an Relevanz. Sie sollten Heyden zufolge in einem „positiven und konstruktiven Gespräch“ über die Folgen zu starker Mobiltelefonnutzung aufgeklärt werden. Dabei sei ein generelles Verbot aber nicht zielführend: „Meiner Meinung nach sollte er eher darum gehen, den Handynacken und seine körperlichen Symptome von vornherein zu verhindern.“

jas

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bildung
LVZ-Reportage zu Crystal Meth in Sachsen

Die große Multimedia-Reportage berichtet über Crystal-Abhängige, Suchtberater und Drogenfahnder. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Probieren Sie es aus im Spieleportal von LVZ.de. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • So war das damals...
    So war das damals...

    Dies ist ein Geschichtenbuch der besonderen Art: Leserinnen und Leser der Leipziger Volkszeitung erzählen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend,... mehr