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Bildung Verspannungen und Wirbelverschleiß: Leipziger Uniklinikum warnt vor „Handynacken“
Leipzig Bildung Verspannungen und Wirbelverschleiß: Leipziger Uniklinikum warnt vor „Handynacken“
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21:29 09.04.2015
Wer sein Mobiltelefon zu oft und lange nutzt, kann einen Handynacken bekommen. Foto: Mascha Brichta (Symbolfoto) Quelle: dpa
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Leipzig

Eine amerikanische Studie habe ergeben, dass eine unnatürliche Körperhaltung im Nacken- und Schulterbereich zu Verspannungen und frühzeitiger Abnutzung der Wirbel führen könne.

Auf einen etwa vier bis sechs Kilo schweren Kopf eines Erwachsenen würden bei einer Neigung von rund 15 Grad – wie beispielsweise beim Lesen von Nachrichten auf dem Mobiltelefon – etwa 13 Kilo zusätzlich auf die Wirbelsäule wirken. Je weiter der Kopf geneigt werde, desto größer seien die Kräfte und damit einhergehend die Schäden. Im schlimmsten Fall müsse operiert werden.

Für den Leiter des Bereichs Wirbelsäulenchirurgie der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL, Christoph Heyde, kommen die Ergebnisse nicht überraschend. Diese Form der Überbeanspruchung bekomme er bei der Arbeit recht häufig zu sehen. „Die Muskulatur ist ein lebendiges Gebilde. Wird sie zu stark beansprucht, kann sie durch die unphysiologische Haltung leiden und für weitere Schmerzen oder Verspannungen sorgen.“

Heyde empfiehlt deshalb, das Mobiltelefon von Zeit zu Zeit einfach auszuschalten und wegzulegen. Wer das aus beruflichen Gründen nicht könne, solle zumindest regelmäßige Nutzungspausen machen sowie seine Körperhaltung prüfen und korrigieren. Wichtig seien zudem ausgleichender Sport und andere körperliche Tätigkeiten.

Auch für Kinder und Jugendliche gewinne das Problem des Handynackens stetig an Relevanz. Sie sollten Heyden zufolge in einem „positiven und konstruktiven Gespräch“ über die Folgen zu starker Mobiltelefonnutzung aufgeklärt werden. Dabei sei ein generelles Verbot aber nicht zielführend: „Meiner Meinung nach sollte er eher darum gehen, den Handynacken und seine körperlichen Symptome von vornherein zu verhindern.“

jas

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