Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bildung Virtuelle Reise durch die DDR-Medienlandschaft - HTWK-Ausstellung zum Klicken
Leipzig Bildung Virtuelle Reise durch die DDR-Medienlandschaft - HTWK-Ausstellung zum Klicken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:59 01.07.2014
HTWK erstellt virtuelle Ausstellung "DDR-Medien im Wandel" Quelle: Heike Sieg-Hövelmann

Kommilitonen des Studienganges Medientechnik der HTWK Leipzig haben sie gestaltet, bei dem Projekt mit Experten des DDR-Museums in Berlin kooperiert und viele Zeitzeugen eingebunden.

Im Eingangsportal zur Reise in die Vergangenheit sind Geräte-Oldtimer abgebildet - ein Radio, ein Fernseher mit Zimmerantenne, ein Plattenspieler und ein Tischcomputer mit Diskettenlaufwerken. Das Neue Deutschland liegt herum, an der Wand hängt ein Plakat, das für den Film "Nackt unter Wölfen" wirbt. Klick für Klick lässt sich dann interaktiv durch die Medienlandschaft der Deutschen Demokratischen Republik wandeln. Texte und Fotos tauchen auf, Interviews werden eingespielt.

Zurückgeblendet wird beispielsweise auf Kindersendungen im DDR-Fernsehen wie den Abendgruß des Sandmännchens, bei dem es - natürlich - vor allem um das turbulente Geschehen im Märchenwald geht. Regisseurin Christa Schreiber erzählt über Herrn Fuchs und Frau Elster und die Intentionen, mit denen damals puppenspielerisch ans Werk gegangen wurde. Beim Anklicken des Plattenspielers öffnet sich nicht nur ein Informationsfenster zur Pop-Musik in der DDR samt Hitlisten und Song-Zensur. Musiker Andreas Herwig weiß im Video-Einspiel auch viel über das Platten-Label Amiga zu berichten.

Beim Thema Hörfunk lässt sich unter anderem chronologisch zurückverfolgen, wann auf Sendung gegangen wurde: 1953 startete Radio DDR, 1958 Radio DDR II, ab 1964 gab es das Jugendradio DT 64 und ab 1971 die Stimme der DDR als Symbiose von Berliner Welle und Deutschlandsender. Fürs Reinhören bieten die studentischen Ausstellungsmacher Tonspuren zu DT 64, Blues und Ostpunk an, kommentiert von Insidern. Im Rückspiegel taucht beim Klick aufs Neue Deutschland, dem "Zentralorgan", die einstige Presselandschaft aus der Versenkung auf und der Leipziger Uni-Professor Hans-Jörg Stiehler plaudert aus der Schule über Zeitungen und Zeitschriften wie dem Neuen Leben, der "Ost-Bravo", oder dem Comic Mosaik.

Es geht um die Postzeitungsliste, um heimliches Lesen von West-Magazinen, um Papierknappheit und staatstragende Berichterstattung. Der Museumsbereich "Film in der DDR" ist noch ausbaufähig, denn Bewegtbilder sind dort nicht zu finden. Nur die Meilensteine der Defa werden beschrieben. Einige Publikumsrenner sowie Streifen, die verboten wurden und nicht über die Leinwand flimmern konnten, bekommen auch ein paar Zeilen ab.

www.ddr-medien.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.07.2014

Beck, Mario

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Selten sind sich Eltern, Schüler, Gewerkschaften und zum Teil auch Lehrer so einig: Mit der Ankündigung von 1000 zusätzlichen Lehrerstellen für Sachsen, sagen sie, rechnet sich die sächsische Landesregierung die Welt schön - und rufen zum Sternmarsch auf.

01.07.2014

Ein Prüfbericht des Landesrechnungshofes sorgt für Wirbel, in dem die Leipziger Handelshochschule angezählt wird, weil gegen zuwendungsrechtliche Bestimmungen verstoßen worden sei.

01.07.2014

Experten des Leipziger Leibniz-Institutes für Troposphärenforschung (Tropos) sind einer weiteren starken Staubquelle auf die Spur gekommen, die Einfluss auf das weltweite Klimasystem hat.

30.06.2014
Anzeige