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Bildung Voll- statt Teilsanierung - Weißeschule vor Comeback
Leipzig Bildung Voll- statt Teilsanierung - Weißeschule vor Comeback
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14:50 19.05.2015
Es gibt schönere Bildungseinrichtungen in Leipzig: die Weißeschule am Stötteritzer Weißeplatz. Quelle: André Kempner

Auch die Proteste des Elternrates der damaligen Mittelschule verhallten ungehört. Danach diente die alte Schule als Lager - und anderen Bildungseinrichtungen, die saniert wurden, als Ausweichdomizil. Zuletzt durfte die Lene-Voigt-Schule leerstehende Räume bis zu den Herbstferien 2013 nutzen. Parallel dazu quartierte die Liebertwolkwitzer Mittelschule zwei fünfte Klassen in den Gebäuden am Weißeplatz ein.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Stadtrat längst beschlossen, für rund drei Millionen Euro eine Teilsanierung der Weißeschule vorzunehmen, die ab 2014/15 wieder eine eigenständige Bildungseinrichtung wird. Vor allem in den Brandschutz und in die maroden Sanitäranlagen sollte das Geld fließen.

Doch im Stadtbezirksbeirat Südost regte sich Widerstand, er forderte eine Vollsanierung. Auch Margitta Hollick, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Stadtrat, sprach sich vehement gegen Flickschusterei aus. "Eine Sanierung in Teilschritten ja, aber keine Teilsanierung", lautete ihr Credo.

Die Einsprüche fanden offenbar Gehör. In einer Vorlage des Oberbürgermeisters, die inzwischen auch die Fachausschüsse passierte, wurden die Modernisierung der Weißeschule und ein Erweiterungsbau festgeschrieben. Rund 6,2 Millionen Euro soll das Ganze kosten. Inzwischen existiert ein Förderbescheid, wonach der städtische Eigenanteil bei 3,8 Millionen Euro liegen würde. Am 22. Januar muss der Stadtrat hierzu noch seinen Segen geben.

"Haus 1 wird ab 2014 komplett modernisiert, der verschlissene Toilet- tentrakt abgerissen und stattdessen ein viergeschossiger Erweiterungsbau hochgezogen", erklärte jetzt Bert Treffkorn aus dem Amt für Jugend, Familie und Bildung. Dort seien ein großzügiger Speiseraum mit Küche geplant, eine Schülerbibliothek sowie Gruppen- und Unterrichtsräume. "Natürlich werden auf allen Etagen moderne Sanitäranlagen installiert", so Treffkorn. Die Sanierung von Haus 2 erfolge anschließend, so dass die Bauarbeiten 2016 abgeschlossen sein könnten. Mit Beginn des Schuljahres 2016/17 soll der volle Unterrichtsbetrieb in beiden Häusern und im Erweiterungsbau in der dann zweizügigen Oberschule aufgenommen werden.

Der Stadtbezirksbeirat nahm diese Botschaft freudig auf. "Doch was wird mit der viel zu kleinen Sporthalle, die außer Gymnastik keine anderen sportlichen Aktivitäten zulässt?", wollte Gremiumsmitglied Karl-Heinz Pfeiffer (Linke) wissen. "Die 12 mal 20 Meter große Halle wird in einen Zustand gebracht, der Unfälle ausschließt. Für einen zugegebenermaßen dringend notwendigen Sporthallen-Neubau fehlt derzeit das Geld", bedauerte Treffkorn. Clemens Meinhardt (CDU) monierte den winzigen Schulhof, der einer Oberschule nicht gerecht werde. Er schlug vor, Teile des Weißeplatzes umzuwidmen, damit die Schulhoffläche vergrößert werden könne. Mit der Schule im Stadtteilzentrum identifizierten sich viel Stötteritzer, deshalb müsse man das Areal am Weißeplatz attraktiver gestalten.

Der Beirat erbat sich einstimmig eine zweite Lesung am 14. Januar, um zu erfahren, ob und wie seine Kritik am Schulumfeld Eingang in die Planungen gefunden habe.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.01.2014
Günther Gießler

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