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Bildung Weihnachtsvorlesungen mit viel Chemie und himmlisch-höllischer Physik
Leipzig Bildung Weihnachtsvorlesungen mit viel Chemie und himmlisch-höllischer Physik
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10:37 03.12.2015
Feurige Spektakel – die Weihnachtsvorlesungen der Uni-Chemiker.  Quelle: Andreas Doering
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LEIPZIG

 Auf Youtube läuft als Appetitmacher schon ein Trailer für die kommenden Weihnachtsvorlesungen der Leipziger Uni-Chemiker. Nachtens durchstreifen zwei Kommilitonen den Friedenspark und es irrlichtert kräftig. Dann taucht ein erschreckender Wichtel auf, das Bild verwischt, im Dunkeln bleibt, wie die Story weiter ihren Lauf nimmt. Bis zur Premiere bleibt geheim, nach welchen Drehbuch die Inszenierung letztlich läuft. Hinter den Kulissen wird noch kräftig geprobt, bis am 16. Dezember im Experimentalhörsaal in der Johannisallee 29 die feurig-krachende Show der Ausgabe 2015 erstmals steigt und die Gag-Maschine angeworfen wird.

Fest steht: Es wird wieder ein flammendes Spektakel, bei dem Tischvulkane ausbrechen, Gas-Kanonen ballern, Blitze zucken und Funkenregen wie Glühwürmchen durch Glaskolben geistern. Alles eingebettet in eine Inszenierung, bei der die Lachmuskeln des Publikums gehörig strapaziert und große Mengen Mon-Chemie – schnapsgetränkte Zuckerwürfel – unters Hörsaalvolk gebracht werden.

Weil traditionell der Andrang groß und die Platzzahl begrenzt ist, steigt das Spektakel fünfmal. Immer wird ein Vertreter des Lehrkörpers die Spaßouvertüre übernehmen. Am 16. Dezember um 15.15 Uhr spielt Professor Harald Krautscheid den Anheizer fürs Publikum, am 17. Dezember folgen zwei Aufführungen, bei denen um 9.15 Uhr Professor Berthold Kersting und um 12 Uhr Professor Norbert Sträter als Stimmungskanonen am Pult stehen bevor die eigentliche Show startet. Wieder im Doppelpack steigt sie am 18. Dezember um 8.15 Uhr und um 12 Uhr, wobei früh Professor Dieter Sicker und mittags Professor Thorsten Berg für die witzig-anekdotische Anmoderation zuständig sind.

Bei den Uni-Physikern ist die Weihnachtsvorlesung – alle Jahre wieder – ein sorgsam vorbereites Eintagsgeschäft. Mit vielen Experimenten garniert und in eine Story eingebettet, wird sie am 18. Dezember ab 9.15 Uhr über die Bühne gehen. Schauplatz ist der große Hörsaal in der Linnéstraße 5. Auch hier gilt: Rechtzeitiges Kommen sichert gute Plätze, um Professor Marius Grundmann als versuchsfreudigem Weihnachtsengel und seinen ebenso mechanisch, optisch und thermodynamisch agierenden Helfern Axel Märcker und Jan Meijer bei der Arbeit zuzusehen.

„Physik zwischen Himmel und Hölle“ ist die Aufführung überschrieben. Wie bei den Chemikern wird auch hier Glühwein zum Warmmachen ausgeschenkt.

Zu abendlicher Stunde wird am 10. Dezember an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) zur Weihnachtsvorlesung eingeladen. Sie beginnt um 18 Uhr im Laborgebäude der Naturwissenschaftler in der Gustav-Freytag-Straße 41a. Akteure werden Professor Lutz Engisch und Chemie-Dozentin Andrea Berlich sein. Devise: „Rentier Rudi strukturiert (um).“

Von Mario Beck

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