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Bildung Weit weg von der Bundespolitik, ganz nah bei Leipzig - Andreas Pinkwart im Portrait
Leipzig Bildung Weit weg von der Bundespolitik, ganz nah bei Leipzig - Andreas Pinkwart im Portrait
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16:42 04.04.2011
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Leipzig

Am Montag wurde Pinkwart als neuer Rektor der HHL vorgestellt.

Bei genauerem Hinsehen fand der gebürtige Rheinländer aber schnell viele liebenswürdige Seiten an Leipzig. „Die Menschen sind vom selben Schlag wie in meiner Heimat: positiv und lebenslustig“, sagt der 50-Jährige. „Ich fühle mich sehr gut aufgenommen hier und habe auch schon eine Wohnung gefunden.“ Bald soll auch seine Familie nachkommen mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. „Wir wollten die Älteste, die gerade in der Oberstufe steckt, nicht so schnell aus ihrer Schule herausholen“, so Pinkwart.

Privat hält sich der künftige Inhaber des Lehrstuhls für Innovationsmanagement und Entrepreneurship mit Joggen fit. „Hier gibt es viele Parks und schöne, kleine Kanäle“. Auch das erinnert ihn an seine Heimat. Pinkwart, 1960 in Seelscheid (Rheinland) geboren, studierte in Münster und Bonn Volks- und Betriebswirtschaft. Von 1987 bis 1991 arbeitete er für die FDP-Bundestagsfraktion als wissenschaftlicher Mitarbeiter. 1991 promovierte er in Bonn zum Thema „Chaos und Unternehmenskrise“. Ab 1998 war er Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Siegen.

Nach der Wahl in den Deutschen Bundestag als FDP-Abgeordneter ließ er ab dem Jahr 2002 alle wissenschaftlichen Ämter ruhen. Seitdem war er für die FDP eine ihrer zentralen politischen Figuren. Stellvertretender Bundesvorsitzender, Landesvorsitzender, Minister sowie stellvertretender Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen – Pinkwart durchlebte erfolgreiche Zeiten mit den Liberalen.

Die aktuelle Entwicklung erlebt er zwar als Parteimitglied, aber dennoch „weit weg von der Bundespolitik“. Wenn die FDP am Dienstag den neuen Parteivorsitzenden bestimmt, weilt Pinkwart auf einer Professoren-Konferenz in Amsterdam. Guido Westerwelles Entscheidung, sein Amt als Vorsitzender niederzulegen, findet er richtig. „Er hat den Weg frei gemacht, um jetzt Dinge zu ändern.“

Pinkwart ist sich sicher, dass den Liberalen ein Umbruch gelingt. „Wir haben schon viele Höhen und Tiefen durchgemacht. Dieses Tief werden wir auch überstehen“, sagt Pinkwart und zeigt so doch noch etwas Verbundenheit mit der Partei, deren Geschicke er jahrelang mitbestimmt hat.

Dominik Bath

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