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Bildung Wissenschaftler untersuchen Spätfolgen politischer Inhaftierung - Betroffene gesucht
Leipzig Bildung Wissenschaftler untersuchen Spätfolgen politischer Inhaftierung - Betroffene gesucht
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12:40 25.06.2010
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Leipzig

Die Wissenschaftler wollen erforschen, inwieweit Traumatisierungen an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Dass es bei Opfern politischer Inhaftierung je nach Haft- und Verarbeitungsbedingungen zu körperlichen und seelischen Störungen kommt, gilt bereits als erwiesen. Die Teilnehmer der Studie müssen mindestens 18 Jahre alt und nicht selbst inhaftiert gewesen sein und einen Vater oder eine Mutter haben, die in der ehemaligen SBZ oder DDR aus politischen Gründen inhaftiert waren. Interessenten können sich an Gregor Weißflog unter der Telefonnummer (0341-) 97 15415 und gregor.weissflog@medizin.uni-leipzig.de richten und erhalten auf Anfrage einen Fragebogen zugeschickt. Die Angaben werden vertraulich behandelt und die Kosten für das Porto übernommen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind laut Uni Leipzig für die medizinische Versorgung wichtig: Betroffene Nachkommen brauchen in bestimmten Fällen eine professionelle psychotherapeutische oder beraterische Hilfe. Zudem soll die Studie den Aufarbeitungsprozess der jüngsten deutschen Geschichte vorantreiben. In der SBZ/DDR waren aus politischen Gründen rund 300.000 Personen inhaftiert, zum Beispiel wegen so genannter Republikflucht, staatsfeindlicher Hetze oder öffentlicher Herabwürdigung des Systems.  

Michael Dick

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