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„Wünschen uns kreative Köpfe“ – Rektor der Designhochschule Leipzig im Interview

„Wünschen uns kreative Köpfe“ – Rektor der Designhochschule Leipzig im Interview

Die drei Ausbildungsrichtungen Kommunikations-, Mode- und Gamedesign der Designschule Leipzig, mit Hauptsitz in Schwerin, werden ab kommendem Wintersemester zum ersten Mal als Bachelor-Studiengänge angeboten.

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Stephan Haring, Rektor der Designhochschule in Leipzig.

Quelle: Olivia Jasmin Czok

Leipzig. Seit etwa drei Jahren gibt es die Designschule in der Messestadt, jetzt wurde sie um eine Hochschule erweitert. LVZ-Online sprach mit Stephan Haring, dem Rektor der Designhochschule, über Leipzig, zukünftige Projekte und Wünsche.

Frage: Was unterscheidet Leipzig als Standort für eine Designschule von anderen Städten?

Stephan Haring:

Leipzig liegt zentral in Sachsen und zu anderen Bundesländern. Wir wollten eine Stadt, die groß ist, ein interessantes Einzugsgebiet hat und Affinität zu Design aufweist. Hinzu kommt, dass wir mit sehr offenen Armen von der Verwaltung empfangen wurden, was auch maßgeblich zur Entscheidung beigetragen hat.

Wie kann die Stadt von der Schule profitieren?

Ich finde, dass erstmal jede Stadt von jedem zusätzlichen jungen Menschen mit Ideen profitiert. Dennoch ist es noch sehr früh, um das genau einschätzen zu können. Wir wollen noch weiterwachsen, sind offen für Ideen, wollen auch später Modenschauen mit Partnern organisieren und Events schaffen.

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Leipzig. Seit etwa drei Jahren gibt es die Designschule in Leipzig. Jetzt wurde sie um eine Hochschule erweitert, in der die Ausbildungsrichtungen Kommunikations-, Mode- und Gamedesign als Bachelor-Studiengänge angeboten werden. LVZ-Online sprach mit Stephan Haring, dem Rektor der Designhochschule, über Leipzig, zukünftige Projekte und Wünsche.

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Wie viele Einschreibungen gibt es denn bisher und woher kommen sie?

Mir liegen leider keine Zahlen vor, aber die Tendenz ist steigend. Wir wachsen ja noch in allen Bereichen. Die Bewerbungen kommen aus ganz Deutschland.

Wie kam diese Vermischung zustande, insbesondere die Aufnahme des Studiengangs „Gamedesign“?

Angefangen hat die Reihenfolge in Schwerin – da gab es zuerst Kommunikationsdesign. Anschließend folgte Mode und zum Schluss Gamedesign. Mit unserem bestehenden Netzwerk, was wir uns über die Jahre hin aufgebaut haben, konnten wir dann die Studiengänge entwickeln.

Arbeitet die Schule auch mit bekannten Designern zusammen, um die Arbeiten der Studenten zu fördern – beispielsweise mit lokalen Modedesignern wie Andreas Trommler oder Sylvi Reinhardt?

Bisher sind keine bekannten Designer dabei, das liegt aber vor allem daran, dass wir erst stabil stehen wollen, um später Kooperationen eingehen zu können. Wir möchten uns öffentlich rege beteiligen, aber dafür brauchen wir Standfestigkeit. Ist das aber geschafft, freuen wir uns, wenn auch Designer an uns herantreten würden. In Schwerin staffieren wir zum Beispiel die LOOK-Modenschau mit aus. So etwas könnten wir auch in Leipzig tun.

Was unterscheidet die Designhochschule von der HTWK oder HGB?

Wir haben drei Studiengänge, die sich so nicht in der HTWK oder HGB widerspiegeln. Außerdem haben wir interdisziplinäre Module, die es den Studenten aller Studienrichtungen erlaubt, gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Wir haben darüber hinaus kleinere Seminargruppen. Wir möchten halten, was wir versprechen. Das haben die anderen schon geschafft. Nun sind wir dran.

Sie sind eine private Hochschule und erheben Studiengebühren von 490 Euro monatlich für Mode- und Kommunikationsdesign und 550 Euro für Gamedesign. Wie können diese bewältigt werden?

Zusätzlich zum BAföG gibt es noch zwei weitere Möglichkeiten. Zum einen ist das die Aufnahme eines KfW-Studienkredits und zum anderen unser eigenes Finanzierungsprogramm. So kann der Gesamtbeitrag auf sechs, statt drei Jahre ausgeweitet werden, sodass der monatliche Beitrag unter 300 Euro sinkt.

Was wünschen Sie sich für Ihre Designhochschule?

Ich wünsche mir vor allem, dass wir ein Teil von Leipzig werden und positiv von anderen Hochschulen angenommen werden, mit denen wir dann kooperieren können. Aber primär wünschen wir uns neue, kreative Köpfe, also viele begeisterte Studenten, die hier Spaß und ihre Zukunft finden.

Info:

Am Sonnabend lädt die Designschule Leipzig zum Tag der offenen Tür ein.

Interview: Olivia Jasmin Czok

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