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Zoff an der HTWK: Studenten kritisieren drei Referenten von Migrations-Ringvorlesung

Diskussion Zoff an der HTWK: Studenten kritisieren drei Referenten von Migrations-Ringvorlesung

Sie würden teilweise inhumane Positionen vertreten, sagt der Studentenrat der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) über drei Dozenten, die demnächst über das Thema Migration sprechen sollen - und fordert Podiumsdiskussionen statt Vorlesungen.

Der Studentenrat der HTWK will die Veranstaltung nicht als Vorlesung gestaltet wissen (Symbolfoto).

Quelle: Andreas Döring

Leipzig. Der Studentenrat der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) macht gegen drei Veranstaltungen mobil, die im Rahmen der unter dem Thema "Migrationsziel Deutschland - Hoffnung, Furcht und Populismus" stehenden Ringvorlesung geplant sind. Konkret geht es um die Vorträge des Dresdner Politikwissenschaftlers Professor Werner Patzelt, des Direktors der Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, und um den Auftritt von Paul Voß von der europäischen Grenzschutzagentur Frontex. Es sei untragbar, diesen Referenten unkommentiert die Bühne zu überlassen, erklärte am Dienstag der Sprecher des Studentenrates (Stura), Paul Hösler, weil sie teils inhumane Positionen vertreten würden. Patzelt und Richter war in der Vergangenheit vorgeworfen worden, sie stünden der Pegida-Bewegung zu undistanziert gegenüber, Frontex steht wegen der Flüchtlingsproblematik in der Kritik. Der Stura fordert in den drei Fällen eine Podiumsdebatte, damit den Referenten Paroli geboten werden kann. Die HTWK sei ein Ort der Debatte und nicht der einseitigen Argumentationen.

Auf Anfrage der Leipziger Volkszeitung meinte Patzelt, er stehe immer für einen Diskurs zur Verfügung - egal, ob als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion oder nach einem Vortrag. "Im Übrigen scheint ziemlich bizarre Vorstellungen über mich zu hegen, wer meint, man müsse bei mir einen ,Gegenpol zu inhumanen Positionen' sowie ,Relativierungen der Menschenwürde' setzen."

HTWK-Sprecher Reinhard Franke erklärte, der Stura habe bisher nicht das Gespräch mit der Hochschulleitung gesucht, sondern nur mit dem Organisator der Vorlesungsreihe, die das Thema Migration auf vielfältige Weise behandle. Dabei liege der Schwerpunkt "ganz klar im Bereich der aktiven Willkommenskultur". In jeder der Veranstaltungen gebe es die Gelegenheit zum Meinungsstreit. Für den Frontex-Vortrag sei dem Stura eine kritische Einführung und die maßgebliche Gestaltung der Diskussion nach dem Referat angeboten worden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.05.2015
Mario Beck

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