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Bildung Zuwachs auf dem Veterinärmedizin-Campus - neues Domizil für Ernährungs-Institut
Leipzig Bildung Zuwachs auf dem Veterinärmedizin-Campus - neues Domizil für Ernährungs-Institut
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23:59 31.05.2013
Mitarbeiterinnen des Uni-Institutes für Tierernährung im Zentrallabor, das sich in dem gestern eingeweihten Gebäudekomplex befindet. Quelle: André Kempner

In den letzten Monaten war es unter der Ägide des sächsischen Staatsbetriebes für Immobilien- und Baumanagement (SIB) hergerichtet worden. 1,1 Millionen Euro flossen dafür aus der Landeskasse.

"Wir haben hier jetzt alles, was nötig ist - genügend Nutzfläche und eine tolle Ausstattung", meinte Coenen. Endlich sei das Institut nicht mehr nur administrativer Bestandteil der Fakultät, sondern auch ein baulicher am Campus der Tiermediziner. Er verwies aber auch auf die Historie jenes Areals an der Gustav-Kühn-Straße, das nun schrittweise aufgegeben wird. Die Tradition der Agrarwissenschaften reicht dort weit zurück. 1852 war in Möckern die erste landwirtschaftliche Versuchsstation Deutschlands gegründet worden. "Naja, ganz weg von dort sind wir ja noch nicht", so Coenen. Einige Ställe werden weiter auf dem Gelände betrieben, ebenso die Mischfutter-Anlage. Die Planungen für deren Umsetzung seien aber schon weit fortgeschritten, erklärte die Chefin der hiesigen SIB-Niederlassung, Petra Förster. Perspektivisch bekomme sie ihren Platz im fakultätseigenen Lehr- und Versuchsgut Oberholz.

Dort, wo sich jetzt das neue Zentrallabor-Gebäude des Institutes auf dem Campus erstreckt, standen vorher alte Stallungen. Der Neubau beherbergt ebenso ein Stickstoff-Laboratorium sowie die Photometrie und dockt über einen Verbindungsgang an ein saniertes Bestandsgebäude an. Untergebracht sind darin Labors, Büroräume und ein Konferenzzimmer.

SIB-Projektleiter Ingo Fischer meinte mit Blick auf das unter Denkmalschutz stehende Gebäude-Ensemble der Fakultät, "bei der Sanierung haben wir dem bis hin zum handgemischten Fassadenkratzputz Rechnung getragen". Und der Neubau füge sich ebenfalls harmonisch ein.

"Mit dem, was hier für unsere Lehre und Forschung entstanden ist, sind wir rundum zufrieden", lobte Coenen. Beim Rundgang skizzierte er einige der wissenschaftlichen Projekte. Beispielsweise befassen sich die Experten mit Kälbern, die vom Durchfall geplagt sind, und konnten dabei schon Linderungsmöglichkeiten finden. Coenen: "Ein großes Thema ist die krankhafte Fettleibigkeit bei Tieren, etwa die Adipositas bei Pferden, zu der wir aufwändige Untersuchungen anstellen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.06.2013

Mario Beck

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