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Boulevard Charity in Küchenschürzen
Leipzig Boulevard Charity in Küchenschürzen
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18:53 27.09.2010
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. Jeder der 160 Partygäste bekommt eine Kochschürze umgebunden, auf der nur sein Vorname steht. Und dann geht es in Gruppen an die Arbeit. Georg, ehemals sächsischer Ministerpräsident, bestückt Brotkörbchen; Siegfried, Geschäftsführer des Porsche-Werks, schält Gurken; René, Chefarzt der Medica-Klinik, lässt den Mixer surren, Christine, sächsische Ministerin, bereitete Kaffeespezialitäten zu. Auch ein Ururenkel von Johann Sebastian Bach ist im Einsatz, der knapp 80-jährige Hans-Jürgen Smekal, sechste Generation nach dem berühmten Thomaskantor. Er ist fürs Komponieren der Desserts eingeteilt.

Die Messe-Köche des Unternehmens Fairgourmet stellen schon zum dritten Mal ihre Küche im Congress Center für die Kochgala von TV-Moderator Peter Escher zur Verfügung. Sie steuern die Zutaten bei und haben am frühen Morgen mit den Vorarbeiten begonnen. Denn zur Gala kommen viele Küchenlaien, und selbst erfahrene Amateure sind nicht geübt darin, für 160 Leute zu kochen. „Sie müssen mehr Druck machen, mehr Öl einfließen lassen. Wir brauchen mehr Trüffelmayonnaise", feuert Chef de Partie Andreas Ostoiki den Mann am Mixgerät, Klinikchef René Touissant, an. Dabei ist der Arzt kein Anfänger, kann hervorragenden Gänsebraten oder Karpfen zubereiten, wie seine Frau Kerstin bestätigt.

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Am Morgen hatte Peter Escher im Fitnessstudio kräftig geschwitzt. „Es war auch Angstschweiß dabei", gesteht der Frontmann der Peter-Escher-Stiftung für krebskranke Kinder. Aber alle Angst ist unbegründet: Am Abend kann Escher über stolze 35.000 Euro strahlen, die als Erlös der dritten Charity-Kochparty der Stiftung zusammenkommen.

Auch Landrat Michael Czupalla ist kein blutiger Laie am Herd: „Ein schönes ausgelöstes Kassler, gute Rouladen oder selbst gemachte Kartoffelpuffer könnte ich sofort zubereiten", erzählt er. Diesmal hat er Verletzungspech, ratscht sich an der scharfen Kartoffelreibe den Mittelfinger auf. Pech hat auch Fairgourmet-Küchenchef Kai-Uwe Haustein: Er lässt 28 Teller fallen, die laut klirrend zerspringen.

Die ersten Gänge werden gleich im Stehen vernascht, später geht es zum Hauptgang in den Saal, der inzwischen vom Dekorationsteam festlich hergerichtet ist. Das gute Essen, die gute Stimmung lassen die Gäste spendabel werden. Zusätzlich zu den Eintrittsgeldern und schon vorab zugesagten Spenden lassen viele Gäste spontan noch mal was springen, so dass sich Escher am Ende über 35 000 Euro für die Stiftung freuen kann. Vom vielen Reden, Lachen, Scherzen ist er zu vorgerückter Stunde fast heiser. „Irrsinn, super, ich bin sehr erleichtert. Jetzt kann ich entspannen und meine Stimme ölen", meint er nach dem finalen Kassensturz. Die Menü-Einschätzung überlässt er Moderatoren-Kollegen aus TV und Radio wie René Kindermann oder Friederike Holzapfel.

Kerstin Decker

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