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Boulevard DJ Ötzi: „Wenn ich aus der Tür gehe, bin ich nicht mehr privat“
Leipzig Boulevard DJ Ötzi: „Wenn ich aus der Tür gehe, bin ich nicht mehr privat“
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17:40 13.09.2018
DJ Ötzi beim MDR in Leipzig. Quelle: André Kempner
Leipzig

Auch DJ Ötzi guckt jeden Sonntagabend mit seiner Frau Sonja den „Tatort“. Dies sei schon zur festen Gewohnheit geworden, erzählt er: „Da kann kommen was will, das machen wir gemeinsam.“ Wenn die beiden zu Hause kochen, oder wenn sie gemeinsam mountainbiken oder wandern, entspannt sich der 47-Jährige. Und tankt Energie für sein Leben im Rampenlicht: „Wenn ich aus der Tür rausgehe, bin ich nicht mehr privat. Du musst echt bereit sein, alles für deine Fans zu geben. Wenn du offen bist, geben die Leute dir ganz viel Energie zurück.“

Lange nicht den Mut gehabt

Und die braucht der Künstler, der weltweit über 16 Millionen CDs verkauft hat, der immer wieder mit Gold und Platin ausgezeichnet wurde. Denn obwohl er seit fast 20 Jahren im Showbusiness erfolgreich ist, steht er vor einem neuen Abschnitt seiner Karriere: Am 3. Oktober startet er seine erste eigene Solotournee, mit Band und Tänzerinnen. Konzerte gibt er auch in Leipzig (18. Oktober) und Dresden (19. Oktober). „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, diese Frage haben sein Team und er sich gestellt. „Ich hatte lange nicht den Mut für eine Solotournee“, gesteht Gerry Friedle, „ich habe immer viele Zweifel an mir.“ Sein Team habe ihn darin bestärkt, dass es jetzt genau die richtige Entscheidung ist.

Die weiße Strickmütze behütet ihn

Auf der „Gipfeltreffen“-Tour will DJ Ötzi nicht nur seine großen Partyhits spielen, sondern sich auch von einer anderen, weniger bekannten Seiten zeigen. Er verspricht laute und leise Töne, Titel zum Mitsingen und Zuhören. Auch einen Rückblick auf seine Anfänge als Discjockey wird er einflechten. Und natürlich wird er seine weiße Strickmütze tragen. Die ist nicht nur sein Markenzeichen, sondern hat für den Österreicher eine viel größere Bedeutung: „Sie beschützt mich, ich fühle mich damit behütet.“ Die erste Mütze hat ihm seine Oma gestrickt, die aber nicht mehr lebt. Inzwischen besitzt er eine ganze Schublade voll mit 40 oder 50 Mützen, die von einem weiblichen Fan gestrickt werden.

Sein Rat: Nicht zu viel zurückblicken

Gerry Friedle freut sich auf tolle Konzerterlebnisse mit seinen Fans und räumt ein, dass er vor seiner ersten Solotournee Lampenfieber hat. Mit Atemübungen und gelegentlichem Meditieren bringt er sich selbst innerlich zur Ruhe. Auf dem Boden bleiben, bei sich selbst bleiben sind seine Ratschläge, wie man mit dem Erfolgsdruck umgeht: „Dann kann dich niemand umschmeißen.“ Seinen Fans rät der Tiroler: „Blickt nicht zurück. Das Wasser, was runtergeronnen ist, dreht keine Mühle mehr.“

 

Von Kerstin Decker

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