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DSDS: Leipziger Band muss ohne Frontmann Thomas Katrozan pausieren

Samstag bei RTL großes TV-Finale DSDS: Leipziger Band muss ohne Frontmann Thomas Katrozan pausieren

Thomas Katrozan hat es als Underdog bis ins Finale von „Deutschland sucht den Superstar“ geschafft. Seine Leipziger Band „Captain Katze“ pausiert derweil, denn ohne Frontmann geht es nicht, sagt Trommler Ben Rouka.

Trommler Ben Rouka wird Thomas „Katze“ Katrozan beim DSDS-Finale in Düsseldorf unterstützen.
 

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig.  „Ohne Thomas gibt es die Band nicht“, sagt Ben Rouka, der eigentlich Bernhard Schwandt heißt. Der 50-jährige Wahl-Leipziger ist bei “Captain Katze“ für die Percussions zuständig, tritt unter einem Alias auf. Momentan pausiert die Combo, die das Lebensgefühl des Lindenauer Kiezes rund um die Georg-Schwarz-Straße aufgreifen und transportieren will. Frontmann Thomas Katrozan begeistert mit seiner rauen Stimme und den ellenlangen Dreads gerade ganz Deutschland – am Samstag steht der 36-Jährige neben Laura van den Elzen und Prince Damien im Finale von „Deutschland sucht den Superstar“.

Als die Bandmitglieder von der Teilnahme des Rastamanns beim kommerziell geprägten RTL-Format erfahren haben, fielen die Reaktionen recht unterschiedlich aus. „Einige von uns wollten mit der Sendung nichts zu tun haben. Andere waren sofort dabei und haben Thomas die Daumen gedrückt“, sagt Rouka. Er selbst habe sich auch die Frage gestellt, wie er dazu steht. Die Entscheidung war schnell klar: Er ist mit einem Bandkollegen zum Recall gefahren, hat Thomas dort lautstark unterstützt. „Es ist das Ziel der meisten Musiker, ehrliches Geld mit der Kunst zu verdienen“, verteidigt er die Entscheidung des Bandleaders. Auch wenn die Teilnahme in der Lindenauer Szene polarisiere, seien die Urteile zu Thomas Auftritten durchaus positiv. „Ob er sich und seinem Stil aber auch noch treu bleiben kann, wenn er gewinnt, weiß ich nicht“, so Rouka weiter.

 Wie es mit der Band weitergeht, kann er genauso wenig vorhersagen. „Wenn Thomas gewinnt, wird Dieter Bohlen sicher ein Reggae-Album mit ihm produzieren, ihn vermutlich neben Helene Fischer und Andrea Berg auf die Bühne stellen“, witzelt der gebürtige Bayer, der vor über 20 Jahren sein Herz an die Messestadt verloren hat. Dass das Projekt „Captain Katze“ für immer ad acta gelegt wird, glaubt er aber nicht. „Er wird sicher erstmal als Solokünstler unterwegs sein, aber irgendwann wird er auch zurückkommen, und dann geht es hier weiter“, ist er sich sicher.

„Captain Katze“ bangt um Probenraum

Doch nicht nur Thomas Katrozans Erfolg bei DSDS ist ein Unsicherheitsfaktor für Rouka und Co. Seit Jahren probt die Band um den beliebten Frontmann in einem Haus an der Ecke Merseburger Straße, Georg-Schwarz-Straße, Rouka selbst wohnt dort auch. Die Zukunft des Hauses ist ungewiss. „Captain Katze verliert vielleicht seinen Proberaum“, sagt Rouka. Er und die Band hoffen, dass Katrozans unverhoffter Ruhm und das wachsende Interesse an „Captain Katze“ beim Kampf um das Bleiberecht hilfreich sein werden. „Wir werden öfter angefragt, haben mehr Klicks auf Youtube, mehr Likes bei Facebook. Das gibt uns eine Öffentlichkeit“, freut sich Rouka, dessen Traum es ist, in dem Haus ein soziokulturelles Zentrum zu etablieren, in dem die Lindenauer Künstlerszene ganz offiziell ihr Domizil findet. „Bis da was entschieden ist, kann es aber noch eine ganze Weile dauern. Wir werden weiter kämpfen“, zeigt Rouka sich entschlossen.

Vorher unterstützt er aber Thomas Katrozans Kampf um den Titel als Deutschlands neuer Superstar. „Ich habe mir eine Karte gekauft und werde im Fanshirt ganz vorne mit dabei sein“, freut sich Rouka, der am Samstag seinen 51. Geburtstag und vielleicht Thomas Sieg feiern wird. „So oder so zeigen wir denen da mal, was für coole Freaks wir sind, was es heißt, aus Lindenau zu kommen! Thomas ist immerhin ein Produkt der Plagwitzer und Lindenauer Szene.“

Von Nathalie Helene Rippich

Leipzig, Merseburger Straße 51.33793 12.3271
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