Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Boulevard „Das Glücksgefühl ist groß“: „Oberschwester Ingrid“ nach einem Jahr wieder in Leipzig
Leipzig Boulevard „Das Glücksgefühl ist groß“: „Oberschwester Ingrid“ nach einem Jahr wieder in Leipzig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:20 16.07.2015
Die Schauspielerin Jutta Kammann. Quelle: André Kempner
Anzeige

Und wieder haben sie ihr im Hotel das Zimmer 430 gegeben. Wieder stehen Blumen auf dem Tisch, Obst, eine Etagere mit Konfekt. „Das Glücksgefühl, wieder in Leipzig zu sein, ist groß“, strahlt Jutta Kammann. 16 Jahre lang war es die zweite Heimat der Schauspielerin, Zimmer 430 im Mercure-Hotel an der Stephanstraße. Dort wohnte die Münchnerin, wenn sie als „Oberschwester Ingrid“ in der Leipziger Media City vor der Fernsehkamera stand.

Vor einem Jahr, im August 2014, hatte sie ihren letzten Drehtag für die ARD-Serie „In aller Freundschaft“. Nun ist die 71-Jährige zum ersten Mal wieder in Leipzig, eingeladen von den ehemaligen Kollegen der Filmfirma Saxonia Media zu deren 20-jährigem Jubiläum. Sie genießt es, durch die Innenstadt zu bummeln, Sushi zu essen, shoppen zu gehen. Auch in Leipzig wird sie angesprochen: „Sie fehlen“, bedauern ihre Fans, wenn sie die „Oberschwester“ um ein Foto oder Autogramm bitten.

Der Serienausstieg damals war nicht Jutta Kammanns persönlicher Wunsch. Aber die Schauspielerin hat den beruflichen Einschnitt zum Anlass genommen und auch gleich einen privaten Einschnitt vollzogen: Sie hat ihre 150-Quadratmeter-Wohnung, in der sie 37 Jahre gelebt und ihren langjährigen Partner gepflegt hat, aufgegeben und sich um die Hälfte verkleinert. Von 80 Prozent ihres Hausrates hat sie sich dabei getrennt.

Auf ihrem iPad zeigt die 71-Jährige, wie sie nun lebt – im neunten Stock, mit Blick über München bis zu den Alpen. Ihr neues Zuhause ist die Seniorenresidenz Augustinum in Großhadern. Anfangs hielt die prominente Schauspielerin ihren neuen Wohnort geheim, dann kam es doch heraus – und mittlerweile redet sie ganz offen darüber. „Im Gespräch mit einer Bischöfin ist mir klar geworden, dass ich zu einer neuen Generation von Frauen gehöre, die für sich selbst sorgen. Damit bin ich auch ein Vorbild“, glaubt die allein lebende Dame. Ihr ist bewusst, dass sie sich einen besonderen Lebensstandard leisten kann. Mit über 40 Hauptrollen hat sie dafür genug verdient. Sie lebt zusammen mit honorigen Nachbarn, früheren Wirtschaftsbossen, Professoren, Bürgermeistern oder anderen Schauspielern.

Entscheidend ist in ihren Augen aber, dass jeder früh genug für das Alter vorsorgt, egal auf welchem Level. „Wenn du Mitte 80 bist, ist es vielleicht zu spät. Dann kann es passieren, dass du fremdbestimmt irgendwo hingebracht wirst.“ Sie hingegen, sagt Jutta Kammann, könne jetzt mit Gelassenheit dem Alter entgegen sehen. „Ich habe wertvolle neue Freunde gefunden, kann an vielen Kulturveranstaltungen im Haus oder an Reisen teilnehmen. Mein Auto steht in der Garage, Freunde kommen zu Besuch – ich weiß das alles zu schätzen und danke dem lieben Gott dafür.“

Und ein bisschen ist sie schließlich auch im Augustinum ein Star, auch wenn sie auf keiner Bühne steht. Drei neue Rollenangebote hat sie inzwischen bekommen, aber keines angenommen: „Ich war noch nicht so weit.“ Stattdessen lässt sie sich sehr gern für karitative Arbeit einspannen: „Behindertenbetreuung, Hospizbewegung, dafür engagiere ich mich.“

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Paillettenbestickter Goldregen, stahlgraue Nasseffekte, Kettenhemdoptik, Oscar-taugliche romantische Roben: Designer aus ganz Deutschland und Israel haben sich im Vorfeld des 21. Leipziger Opernballs in der gesamten Spannbreite von Gestaltungsideen ausgetobt.

18.09.2017

Das Amtsgericht Leipzig hat ein Verbraucherinsolvenzverfahren gegen die Leipziger Schauspielerin Cheryl Shepard (49) eröffnet. Das bestätigte gestern die hiesige Kanzlei Schultze & Braun in der Inselstraße, die vom Amtsgericht mit der Insolvenzverwaltung beauftragt worden ist.

16.07.2015

Besucher des Leipziger Zoos haben seit diesem Donnerstag eine weitere gastronomische Option. Das neue Restaurant „Palmensaal“ befindet sich inmitten der kürzlich wiedereröffneten Kongreßhalle.

09.07.2015
Anzeige