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„Daumen hoch“ von Romeo

„Daumen hoch“ von Romeo

Im Vorfeld des 22. Leipziger Opernballs holen sich die Organisatoren holländische Künstler zur Unterstützung an Bord. Der Mann heißt Romeo, kommt mit Blumen und hat vor wenigen Tagen auf einer Messe sage und schreibe 83 000 weibliche Fans glücklich gemacht. Gemäß dem Ballmotto „Let’s dance dutch“ wird Romeo mithelfen, das Opernhaus am 10. September in ein Blumenmeer zu verwandeln.

Opernball-Moderatorin Kim Fisher vor der Oper in Amsterdam.

Quelle: Kerstin Decker

Leipzig. Der Mann heißt Romeo, kommt mit Blumen und hat vor wenigen Tagen auf einer Messe sage und schreibe 83 000 weibliche Fans glücklich gemacht. Das Trendgespür von Romeo Sommers (45), Pflanzenstylist und Fernsehmoderator aus Holland, soll dieses Jahr dem Leipziger Opernball zugute kommen. Gemäß dem Ballmotto „Let’s dance dutch“ wird Romeo mithelfen, das Opernhaus am 10. September in ein Blumenmeer zu verwandeln. Er hat bereits seinen grünen Daumen gehoben und grünes Licht gegeben – ja, er kommt nach Leipzig.

Fest vereinbart wurde die Zusammenarbeit mit dem gefragten Experten, der auch das deutsche Unternehmen Blume 2000 berät, am gestrigen Freitag unweit des Amsterdamer Blumenmarktes. Die Cheforganisatorin des Leipziger Opernballs, Vivian Honert-Boddin, und die Ballmoderatorin Kim Fisher besuchten am Donnerstag und Freitag mit Medienvertretern die niederländische Großstadt, um mit Kreativen aus dem Nachbarland deren Mitwirkung in Leipzig festzumachen. Romeo Sommers stellt sich eine elegante, stilvolle, luftige Blumendekoration in den Farben Orange und Kupfer vor. „Mit Tulpen wird es schwierig, die blühen dann nicht mehr, aber wir können Sommerblumen der Saison verwenden.“ Dass seine Kreationen vergänglich sind, macht es für ihn besonders reizvoll und spannend.

Die 800 000-Einwohner-Stadt wirkt sehr entspannt, wozu die zahlreichen Wasserstraßen und Fahrräder beitragen. Kunst gehört jedem, heißt das Motto. In den Erdgeschosswohnungen und Schaufenstern, überall kann der Tourist Keramiken, Figuren, Bilder, interessante Architektur, Blumenarrangements bewundern. In den Restaurants setzt sich der Eindruck fort – kunstvolle Dekorationen auf den Tischen, Menüs von Michelin-Qualität auf den Tellern. Die „Beste Barkeeperin der Welt 2015“, Tess Posthumus, mixt in der Bar „The Tailor“. Somit ergaben sich auch viele Fotomotive für das Opernball-Magazin Résumé. „Der Besuch in Amsterdam hilft mir sehr, das Thema auf dem Ball noch leidenschaftlicher und authentischer rüberzubringen“, so Moderatorin Kim Fisher begeistert. Sie vereinbarte auch gleich Interviews mit den Akteuren auf der Ball-Bühne.

„Am schönsten wäre es, wenn unser Ball über den Abend hinaus zu bleibenden Kontakten und kulturellem Austausch führen würde“, wünscht sich Vivian Honert-Boddin. Seit neun Jahren wird das Fest jeweils einer Leipziger Partnerstadt beziehungsweise einer kulturell und wirtschaftlich interessanten Region gewidmet. Im Vorjahr standen zwei Spitzenköche aus Deutschland und Israel gemeinsam am Herd, Gerd Kastenmeier und Tom Franz – daraus ist eine Freundschaft geworden, die beiden rufen sich immer noch an. Auch mit Lyon haben sich nachhaltige Kontakte ergeben.

Vielleicht geht das in diesem Jahr mit Piet Paris weiter. Der 54-jährige Mode- Illustrator hat sein Atelier in der ruhigen Amsterdamer Palmdwarsstraat. Er hat Buchcover und Briefmarken, Tassen und Kacheln gestaltet und für die bekanntesten Modejournale entworfen. Derzeit arbeitet er mit den niederländischen Designern Viktor und Rolf zusammen, die im August ein neues Parfüm auf den Markt bringen. Piet Paris entwickelt für den neuen Duft eine digitale Animation. Die Arbeit wird er allerdings demnächst unterbrechen, denn er hat zugesagt, das Cover für das Magazin Résumé des Leipziger Opernballs zu gestalten. Eine Vision dafür hat der Künstler auch schon im Kopf. „Jung, frisch, modisch, farbig muss es sein. Und glamourös, sexy, üppig. Mein Prinzip ist normalerweise ,weniger ist mehr‘, aber hier darf es ruhig üppig sein.“

Piet Paris freut sich auf seinen ersten Besuch in Leipzig. Viele Jahre lang saß er bei den großen internationalen Modeschauen in der ersten Reihe und hat Skizzen gemacht. Wer weiß, vielleicht macht er das in Leipzig mal wieder, beim Défilé für den Fashion-Award, mit dem das schönste Galakleid junger Designer ausgezeichnet wird.

Wie der musikalische Austausch auf der Opernball-Bühne im September konkret aussehen wird, ist derzeit noch im Gespräch. Bei einer Führung durch die Nationaloper erzählte David Cohen (40), Countertenor und Musikdozent, zur Überraschung der Gäste, dass es in Amsterdam keinen Opernball gibt. Erst 50 Jahre jung ist die Niederländische Nationaloper, erst seit 30 Jahren hat sie ein eigenes Gebäude. Dennoch wurde sie international als „Opernhaus des Jahres 2016“ ausgezeichnet, weil es dort viele Welturaufführungen gibt, weil moderne Stücke von modernen Regisseuren viel junges Publikum anziehen und für eine Auslastung von 90 Prozent sorgen. Cohen arbeitet im Besucherservice der Oper. Seine eigenen Auftritte absolviert der Sänger meist in Kirchen.

„Es war ein kurzer, aber sehr intensiver Besuch. Wir freuen uns über die vielen Impulse und kreativen Ideen für unser gemeinsames Projekt. Die Ballbesucher werden mit Sicherheit begeistert sein“, so Vivian Honert-Boddin. Die Künstler aus Holland sind es jetzt schon.

Von Kerstin Decker

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