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Designer präsentieren ihre Kleider beim Fashion Award zum Leipziger Opernball

Designer präsentieren ihre Kleider beim Fashion Award zum Leipziger Opernball

Paillettenbestickter Goldregen, stahlgraue Nasseffekte, Kettenhemdoptik, Oscar-taugliche romantische Roben: Designer aus ganz Deutschland und Israel haben sich im Vorfeld des 21. Leipziger Opernballs in der gesamten Spannbreite von Gestaltungsideen ausgetobt.

Entwürfe zu den Kostümen des Leipziger Opernballs.

Quelle: PR

Leipzig. 85 Kreationen wurden für den Fashion Award um das perfekte Abendkleid eingereicht, der am 31. Oktober in Leipzig zum achten Mal verliehen wird. Gestern tagte die Jury in Berlin und suchte aus einer Vorauswahl der 22 interessantesten Entwürfe die zehn Favoriten aus. Sie werden beim Opernball vor 2000 Gästen auf dem Laufsteg präsentiert. Dort entscheidet sich auch, wer die drei Preisträger des Jahres 2015 sind.

Im unmittelbaren Anschluss an die Berlin Fashion Week findet das Vorfinale im Volkswagen Group Forum Unter den Linden/Ecke Friedrichstraße statt. Erstmals mit Unterstützung von Porsche – der Autohersteller fördert seit drei Jahren den Leipziger Opernball. Der Sieger gewinnt 2000 Euro, ein Praktikum bei Porsche und eine Vorstellung in einem Fashion-Magazin.

Einziger Leipziger im Vorfinale: Denny Rauner (35), der in der Nürnberger Straße sein Couture-Atelier betreibt. „Ich wollte etwas mit einem ungewöhnlichen technischen Material machen“, sagt er. Drei Monate hat er an seinem Entwurf gearbeitet, dafür eine Nylonfaser in Carbonoptik verwendet. Der Stoff schimmert wie nass, erinnert an eine Meerjungfrau. Das fertige Wettbewerbskleid ist unverkäuflich, aber Kleider aus ähnlichem Material verkauft er für 2000 bis 3000 Euro. Denny startet erstmals beim Fashion Award: „Für mich als Leipziger ist das ein sympathisches Heimspiel. Außerdem sitzt beim Opernball genau meine Zielgruppe.“

TV-Moderatorin Annabelle Mandeng (44) lässt sich erklären, wie Denny die „Stülprosen“ am Po hingekriegt hat. Zweieinhalb Stunden lang verfolgen die Juroren mit gespannter Aufmerksamkeit das Defilee der 22 Designer und ihrer Modelle. Manches Model wird herangewinkt, der Kleiderstoff angefasst, schnitttechnische Raffinessen aus der Nähe betrachtet. „Das Niveau der Kleider wird immer höher, der Fashion Award hat eine großartige Entwicklung genommen“, schätzt Caroline Schwarz (49) ein, Designerin und Chefin des Schmuckunternehmens Ehinger-Schwarz sowie Jurymitglied seit Anfang an. Bisherige Juroren waren unter anderem Designer Guido Maria Kretschmer (50), Charity-Lady Ute Ohoven (60) oder RTL-Moderatorin Frauke Ludowig (51).

Ebenfalls seit dem ersten Jahr als Jurymitglied dabei ist Make-up-Artist Boris Entrup. Er hat sich auf der Berlin Fashion Week gerade die 40 Kollektionen junger Designer angeschaut. „Bevor man zweimal im Jahr eine eigene Kollektion mit eigener Handschrift und rotem Faden herausbringt, hat man einen langen Weg vor sich“, schildert der 37-Jährige. „Aber einige Designer, die beim Fashion Award in Leipzig gewonnen haben, zeigen jetzt ihre Kollektionen auf der Fashion Week.“ Die Teilnahme sei ein Schritt in die richtige Richtung, „Aufmerksamkeit braucht jeder Designer. Es ist spannend, Teil davon zu sein und es mit zu unterstützen.“

Die Kleiderentwürfe würden im Atelier bis zu 6000 Euro kosten. „Haute Couture is back! Die Menschen wollen etwas Individuelles, Einmaliges, wo viel Handarbeit drinsteckt“, glaubt Caroline Schwarz. Die diesjährigen Bewerber sind in Griechenland, Litauen, Thailand oder Russland geboren, leben zum großen Teil aber in Deutschland. Da der Opernball 2015 unter dem Motto „Shalom Israel“ gefeiert wird – Anlass sind 50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen –, ist die Einladung auch an israelische Designer ergangen. Sechs Modemacher haben Kleider eingereicht, zwei sind sogar persönlich angereist. „Berlin, very nice to come back and make friends“, strahlt Avishay Berger (29) aus Tel Aviv. Die israelische Botschaft und ihr Kulturattaché Ran Yaakoby, der auch selbst vor Ort ist, haben geholfen, die Design-Szene aus Israel einzubeziehen.

„Wir haben heute hier so viele tolle Kleider gesehen, dass wir uns erstmals entschieden haben: Auch die Designer, die nicht unter die zehn Besten kommen, werden zum Leipziger Opernball eingeladen“, verkündet Vivian Honert-Boddin, Geschäftsführerin der Opernball Production Gmbh. In den nächsten Tagen erfahren die Schöpfer der Kleider, ob sie mit ihren Arbeiten beim Defilee der zehn schönsten Roben beim Opernball im Oktober vertreten sein werden.

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