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Boulevard Diese Berufsgruppen meucheln im „Tatort“ aus Leipzig und Dresden am häufigsten
Leipzig Boulevard Diese Berufsgruppen meucheln im „Tatort“ aus Leipzig und Dresden am häufigsten
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14:30 09.06.2017
Jahrelang gab es auch in Leipzig einen ARD-Tatort. Eine Studie zeigt, welche Berufsgruppen am häufigsten als fiktive Täter auftraten.  Quelle: LVZ
Leipzig

 Männer morden häufiger als Frauen, und in Leipzig meucheln Manager und Unternehmer besonders oft. Keine Zahlen aus der Kriminalstatistik, sondern aus einer Studie zu 47 Jahren ARD-Tatort-Historie. Das Berliner Vergleichsportal netzsieger.de hat rund 1000 Folgen der öffentlich-rechtlichen Serie ausgewertet und dabei auch Leipzig und Dresden unter die Lupe genommen.

63 Folgen Tatort allein in Sachsen – 46 in Leipzig und 17 in Dresden – durchforsteten die Statistiker. Und sie fanden heraus: In der Messestadt meuchelten medial vor allem die Führungskräfte. Unternehmer und Manager rasteten aus, brachten überwiegend aus Rache und Habgier ihre Opfer um. Die TV-Toten wurden in den meisten Fällen erschlagen, so die nüchterne Statistik.

In der Landeshauptstadt Dresden ist laut netzsieger.de das Unterwelt-Potenzial beträchtlich: In 17 Folgen töteten dort vor allem Berufskriminelle ihre Opfer. Die Drehbuchautoren setzten als Hauptmotiv Habgier gnadenlos in Szene. Die fiktiven Opfer wurden in den meisten Fällen erschossen oder ertränkt.

Tatort-Teams zwischen Elbe und Pleiße

Auf Tätersuche gingen in Leipzig seit 2000 die TV-Kommissare Bruno Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd Michael Lade), die nach acht Jahren als Dresden-Team an die Pleiße wechselten. Im Mai 2008 wurden sie in Leipzig von den Tatort-Ermittlern Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) abgelöst. Der letzte Leipzig-Fall dieses MDR-Teams wurde am 26. April 2015 ausgestrahlt.

Thomalla und Wuttke als Tatort-Kommissare in Leipzig. Quelle: dpa

Seit 2016 wechselte der Tatort-Staffelstab wieder an die Elbe. Im Auftrag des MDR machen dort nun Henni Sieland (Alwara Höfels) und Karin Gorniak (Karin Hanczewski) mit ihrem Chef Schnabel (Martin Brambach) Verbrechern das Leben schwer.

Top-Ten, Kurioses und ein Gärtner

Blick über den Tellerrand: Insgesamt liegen bei den TV-Mördern der „Tatort“-Reihe die Unternehmer und Manager vorn, gefolgt von Berufskriminellen, Schülern, Polizisten, Arbeitslosen, Medizinern, Juristen, Auftragskillern und Rentnern. Azubis, Bänker und Lehrer scheinen recht friedlich, rangieren am unteren Ende der Liste.

Aber in 1000 Folgen Tatort griffen die Drehbuchautoren auf die verschiedensten Berufsgruppen zurück, Kurioses nicht ausgeschlossen. Ob Mönch oder Steilwand-Fahrartist, Generalkonsul eines fiktiven Emirats oder Wahrsagerin, Pop-Sängerin, Zirkuseignerin oder Personal aus den Bundesministerien – quasi jede gesellschaftliche Gruppe kann im „Tatort“ einen veritablen Fernsehmörder abgeben. Ach ja, ein Gärtner war auch dabei. In 1023 Folgen und 33 Städten genau einer.

Von Evelyn ter Vehn

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